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Nazi-looted cultural property
,
Colonial contexts
Nachgefragt: Unrecht gesammelt?
Deutschland, Göttingen, Forum Wissen
Start date:
12. December 2025
End date:
16. May 2026
Kuratorin: Juliane Gehler |
Nazi-looted cultural property
Sammlungs(ge)schichten
Deutschland, Dessau, Anhaltinische Gemäldegalerie
Start date:
3. December 2025
End date:
2. March 2026
Im Winter 2025/26 gibt die Anhaltische Gemäldegalerie einen Einblick in ihre Sammlungsgeschichte und damit auch in die Geschichten rund um die Sammlungen und Sammlerpersönlichkeiten, denen sie ihre kostbaren Bestände von Mittelalter bis Moderne zu verdanken hat.
Dabei geraten nicht ... read more nur die Zeiten fürstlicher Kunstleidenschaft, sondern auch das von politischen Umbrüchen geprägte 20. Jahrhundert in den Blick. Die Gemäldegalerie hatte eine enge Verbindung zum Bauhaus in Dessau und war maßgeblich von der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ betroffen. Sie verlor Werke durch Diebstähle während der Kriegsauslagerung und wuchs durch beschlagnahmte Kunstwerke während der sogenannten Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone. Wieweit in der Nazi-Zeit verfolgungsbedingt entzogene Werke in den Sammlungen zu finden sind, untersucht seit 2023 ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Forschungsprojekt. Teil der Präsentation der Forschungsergebnisse ist die Schau „Sammlungs(ge)schichten“, welche bis zum 2. März 2026 in der Orangerie im Georgium zu sehen ist. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Dabei geraten nicht ... read more nur die Zeiten fürstlicher Kunstleidenschaft, sondern auch das von politischen Umbrüchen geprägte 20. Jahrhundert in den Blick. Die Gemäldegalerie hatte eine enge Verbindung zum Bauhaus in Dessau und war maßgeblich von der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ betroffen. Sie verlor Werke durch Diebstähle während der Kriegsauslagerung und wuchs durch beschlagnahmte Kunstwerke während der sogenannten Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone. Wieweit in der Nazi-Zeit verfolgungsbedingt entzogene Werke in den Sammlungen zu finden sind, untersucht seit 2023 ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Forschungsprojekt. Teil der Präsentation der Forschungsergebnisse ist die Schau „Sammlungs(ge)schichten“, welche bis zum 2. März 2026 in der Orangerie im Georgium zu sehen ist. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Soviet zone / GDR
Fragmente eines Lebens. Die Sammlung Hans-Hasso von Veltheims
Deutschland, Halle (Saale), Kunstmuseum Moritzburg
Start date:
28. November 2025
End date:
15. February 2026
Hans-Hasso von Veltheim war ein allseitig interessierter Mensch und ist bis heute eine faszinierende Persönlichkeit. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts trug er eine vielgestaltige Sammlung nicht-europäischer Kunst und Kultur sowie Werke der Alten Meister und zeitgenössischen Avantgarde
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zusammen, die er teils auf seinen langen Weltreisen, im Kunsthandel oder bei Künstler*innen erwarb.
Nachdem er 1927 das nördlich von Halle (Saale) gelegene Schloss und Gut Ostrau geerbt hatte, gestaltete er dort ein Refugium, das zu einem Ort der Begegnung wurde und seiner Kunstsammlung eine Heimat bot. Im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone wurde Hans-Hasso von Veltheim nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges enteignet. Während er selbst in die westlichen Zonen fliehen konnte, gelangte ein Teil seiner Kunstsammlung in das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). Nach dem Ende der DDR und der Restitution der Werke an den Erben sind 2019 zahlreiche Objekte als Dauerleihgabe in das Museum zurückgekehrt, die nun erstmals öffentlich in einer Auswahl präsentiert werden. (Quelle: Websweite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025)
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Nachdem er 1927 das nördlich von Halle (Saale) gelegene Schloss und Gut Ostrau geerbt hatte, gestaltete er dort ein Refugium, das zu einem Ort der Begegnung wurde und seiner Kunstsammlung eine Heimat bot. Im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone wurde Hans-Hasso von Veltheim nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges enteignet. Während er selbst in die westlichen Zonen fliehen konnte, gelangte ein Teil seiner Kunstsammlung in das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). Nach dem Ende der DDR und der Restitution der Werke an den Erben sind 2019 zahlreiche Objekte als Dauerleihgabe in das Museum zurückgekehrt, die nun erstmals öffentlich in einer Auswahl präsentiert werden. (Quelle: Websweite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025)
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Nazi-looted cultural property
Zurück in Berlin. Eine Marienbüste und die Sammlung Benoit Oppenheim
Deutschland, Berlin, Bode-Museum
Start date:
27. November 2025
End date:
30. May 2026
m Zentrum der Kabinettausstellung "Zurück in Berlin. Eine Marienbüste und die Sammlung Benoit Oppenheim" steht eine neu erworbene Büste der Maria lactans aus dem frühen 16. Jahrhundert. Das Werk zählt zu den feinsten oberschwäbischen Skulpturen des ausgehenden Mittelalters und
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gehörte einst zur bedeutenden Sammlung des Berliner Bankiers Benoit Oppenheim, deren Meisterwerke heute größtenteils im Bode-Museum bewahrt werden.
Oppenheim (1842–1931) hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine außergewöhnlich qualitätsvolle Sammlung mittelalterlicher Skulpturen aufgebaut, die er in seiner Villa im Tiergarten präsentierte und in zwei prächtigen Katalogen dokumentierte. Ab 1920 jedoch begann er, die Werke wieder zu veräußern – sehr zum Bedauern Wilhelm von Bodes, der auf Schenkungen an die Berliner Museen gehofft hatte. Die Ausstellung würdigt erstmals diese besondere Sammlerpersönlichkeit.
Die Maria lactans selbst blickt auf eine bewegte Provenienz zurück. 1907 noch bei Oppenheim nachweisbar, gelangte sie 1928 in die Sammlung des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt, dessen Kunstbesitz 1936 aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung versteigert wurde. Die Büste wurde damals vom Kunsthändler Johannes Hinrichsen erworben und im selben Jahr von den Staatlichen Museen zu Berlin angekauft. Nach der 2023 erfolgten Restitution an die Erben Goldschmidts konnte der Kaiser Friedrich Museumsverein das Werk – unterstützt von der Friede Springer Stiftung und der Kulturstiftung der Länder – 2025 zurückerwerben.
Als Reliquiar konzipiert, birgt die von Maria präsentierte Kugel ein Fach, das einst mit Bergkristall verschlossen war. Vermutlich enthielt es, im Kontext der innigen Darstellung des stillenden Jesuskindes, eine Marienmilchreliquie – eine im späten Mittelalter viel verehrte Pilgergabe aus der Milchgrotte von Bethlehem.
Die Büste wird nun zusammen mit weiteren aus der Sammlung Oppenheim stammenden Spitzenwerken des nördlichen Spätmittelalters im Bode-Museum gezeigt und nach Abschluss der Sonderausstellung in dessen Dauerausstellung übergehen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Oppenheim (1842–1931) hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine außergewöhnlich qualitätsvolle Sammlung mittelalterlicher Skulpturen aufgebaut, die er in seiner Villa im Tiergarten präsentierte und in zwei prächtigen Katalogen dokumentierte. Ab 1920 jedoch begann er, die Werke wieder zu veräußern – sehr zum Bedauern Wilhelm von Bodes, der auf Schenkungen an die Berliner Museen gehofft hatte. Die Ausstellung würdigt erstmals diese besondere Sammlerpersönlichkeit.
Die Maria lactans selbst blickt auf eine bewegte Provenienz zurück. 1907 noch bei Oppenheim nachweisbar, gelangte sie 1928 in die Sammlung des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt, dessen Kunstbesitz 1936 aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung versteigert wurde. Die Büste wurde damals vom Kunsthändler Johannes Hinrichsen erworben und im selben Jahr von den Staatlichen Museen zu Berlin angekauft. Nach der 2023 erfolgten Restitution an die Erben Goldschmidts konnte der Kaiser Friedrich Museumsverein das Werk – unterstützt von der Friede Springer Stiftung und der Kulturstiftung der Länder – 2025 zurückerwerben.
Als Reliquiar konzipiert, birgt die von Maria präsentierte Kugel ein Fach, das einst mit Bergkristall verschlossen war. Vermutlich enthielt es, im Kontext der innigen Darstellung des stillenden Jesuskindes, eine Marienmilchreliquie – eine im späten Mittelalter viel verehrte Pilgergabe aus der Milchgrotte von Bethlehem.
Die Büste wird nun zusammen mit weiteren aus der Sammlung Oppenheim stammenden Spitzenwerken des nördlichen Spätmittelalters im Bode-Museum gezeigt und nach Abschluss der Sonderausstellung in dessen Dauerausstellung übergehen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Plakatausstellung: NS-Raubgutforschung in Stralsund
Deutschland, Stralsund
Start date:
1. November 2025
End date:
31. December 2025
Kuratorin: Antje Strahl |
Mit der Plakatausstellung „NS-Raubgutforschung in Stralsund“ an Stralsunder Litfaßsäulen macht das STRALSUND MUSEUM im November und Dezember ein wichtiges Thema im öffentlichen Raum sichtbar.
Wie und unter welchen, vielfach unrechtmäßigen Umständen ... read more gelangten Kunstwerke und Kulturgüter zwischen 1933 und 1945 ins Museum.
Die Inhalte der Plakat-Ausstellung sind:
- Spurensuche Archive, Inventarlisten, Briefe, Auktionskataloge und Geschäftsunterlagen verraten viel über die Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern.
- Doppelt geraubt? Das Gemälde „See im Mondschein“ von Louis Douzette steht exemplarisch für komplexe Besitzverhältnisse und mehrfachen Entzug.
- Ein Bild – zwei Titel Die Forschung zu einem Aquarell zeigt die Schwierigkeit, Provenienz und Identität von Objekten zweifelsfrei zu klären.
- Unklare Identität? Der Künstler Otto Strützel verwendete verschiedene Signaturen, was die Arbeit der Provenienzforscher erschwert.
- Verfolgt und enteignet Ein Konvolut der Stralsunder Freimaurerloge wurde als dringender NS-Raubgut-Verdachtsfall eingestuft und näher beleuchtet.
- Gestohlen oder abgegeben? Die Ausstellung geht der Frage nach, ob Objekte aus dem Besitz zwangsweise aufgelöster Vereine als NS-Raubgut gelten müssen.
- Was bleibt? Abschließend erklärt die Ausstellung die Bedeutung der Provenienzforschung für die Geschichtsschreibung der Stadt.
(Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzte Zugriff 15.12.2025)
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Mit der Plakatausstellung „NS-Raubgutforschung in Stralsund“ an Stralsunder Litfaßsäulen macht das STRALSUND MUSEUM im November und Dezember ein wichtiges Thema im öffentlichen Raum sichtbar.
Wie und unter welchen, vielfach unrechtmäßigen Umständen ... read more gelangten Kunstwerke und Kulturgüter zwischen 1933 und 1945 ins Museum.
Die Inhalte der Plakat-Ausstellung sind:
- Spurensuche Archive, Inventarlisten, Briefe, Auktionskataloge und Geschäftsunterlagen verraten viel über die Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern.
- Doppelt geraubt? Das Gemälde „See im Mondschein“ von Louis Douzette steht exemplarisch für komplexe Besitzverhältnisse und mehrfachen Entzug.
- Ein Bild – zwei Titel Die Forschung zu einem Aquarell zeigt die Schwierigkeit, Provenienz und Identität von Objekten zweifelsfrei zu klären.
- Unklare Identität? Der Künstler Otto Strützel verwendete verschiedene Signaturen, was die Arbeit der Provenienzforscher erschwert.
- Verfolgt und enteignet Ein Konvolut der Stralsunder Freimaurerloge wurde als dringender NS-Raubgut-Verdachtsfall eingestuft und näher beleuchtet.
- Gestohlen oder abgegeben? Die Ausstellung geht der Frage nach, ob Objekte aus dem Besitz zwangsweise aufgelöster Vereine als NS-Raubgut gelten müssen.
- Was bleibt? Abschließend erklärt die Ausstellung die Bedeutung der Provenienzforschung für die Geschichtsschreibung der Stadt.
(Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzte Zugriff 15.12.2025)
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Nazi-looted cultural property
Objekte befragen – Antworten finden. Provenienzforschung am Stadtgeschichtlichen Museum Spandau
Deutschland, Berlin, Zitadelle Spandau
Start date:
6. October 2025
End date:
11. April 2026
Im Zentrum der Ausstellung steht die im Stadtgeschichtlichen Museum Spandau durchgeführte Provenienzforschung: Fragen nach der Herkunft von Museumsobjekten, ihren Wegen und Geschichten. Wie Antworten darauf zu neuen Erkenntnissen führen, zeigt die Ausstellung anhand ausgewählter Beispiele.
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(Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025)
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Colonial contexts
Missionssammlungen ausgepackt
Deutschland, Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum
Start date:
2. October 2025
End date:
8. February 2026
Die Ausstellung „Missionssammlungen ausgepackt“ widmet sich einer lange unbeachteten Sammlungspraxis: dem Sammeln von Objekten durch katholische und evangelische Missionsgemeinschaften – vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Im Zentrum stehen Objekte, die aus weiten Teilen der Welt
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nach Nordrhein-Westfalen gelangten. Heute befinden sie sich in Einrichtungen der missionierenden Gemeinschaften, teilweise auch in Museen in öffentlicher Trägerschaft oder Universitätssammlungen.
Was erzählen diese Objekte über die kolonialen Machtverhältnisse, in denen sie gesammelt wurden? Welche Rolle spielten Missionar*innen in der Erfassung, Klassifizierung und Weitergabe materieller Kultur? Und was bedeutet das für den Umgang mit diesen Sammlungen? Anhand von Exponaten aus verschiedenen evangelischen und katholischen Sammlungen aus NRW wird die Vielfalt dieser Bestände sichtbar. Ziel der Ausstellung ist es, mehr Öffentlichkeit und Transparenz für das Thema zu schaffen – und auch auf Leerstellen in der bisherigen Aufarbeitung aufmerksam zu machen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Was erzählen diese Objekte über die kolonialen Machtverhältnisse, in denen sie gesammelt wurden? Welche Rolle spielten Missionar*innen in der Erfassung, Klassifizierung und Weitergabe materieller Kultur? Und was bedeutet das für den Umgang mit diesen Sammlungen? Anhand von Exponaten aus verschiedenen evangelischen und katholischen Sammlungen aus NRW wird die Vielfalt dieser Bestände sichtbar. Ziel der Ausstellung ist es, mehr Öffentlichkeit und Transparenz für das Thema zu schaffen – und auch auf Leerstellen in der bisherigen Aufarbeitung aufmerksam zu machen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Colonial contexts
Celebrating Womanhood. Kulturerbe vom Kilimandscharo
Deutschland, Stuttgart, Linden-Museum
Start date:
27. September 2025
End date:
6. June 2026
Kurator:innen: Dr. Fiona Siegenthaler, Dr. Valence Silayo |
Das Linden-Museum bewahrt rund 450 Objekte aus dem Kulturerbe der Chagga in Nordtansania, die zwischen 1885 und 1918 während der deutschen Kolonialzeit oft in gewaltvollen Kontexten nach Stuttgart gelangten. Viele stehen in ... read more Verbindung mit entscheidenden Stationen im Leben von Mädchen und Frauen, die mit Festen, Gesang und Tanz begangen wurden und den Zusammenhalt der Gemeinschaft stärkten. Beim Transfer nach Deutschland und im Lauf der Zeit ging jedoch viel Wissen verloren.
Heute wird es gemeinsam mit Mitgliedern der Chagga rekonstruiert und in die Gegenwart gestellt. Von 2023 bis 2025 erforschte Dr. Valence Silayo, Fellow der Gerda Henkel Stiftung, die Sammlung mit Archivarbeit, Fokusgruppen und Gesprächen mit Familien, die sich als Nachkommen jener verstehen, die Kolonialherrschaft und Gewalt erlebten. Die Ausstellung verbindet historische Objekte mit aktuellem Wissen und vielfältigen Perspektiven – und zeigt, welche Bedeutung dieses über 100 Jahre alte Kulturerbe bis heute hat. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 1.12.2025) read less
Das Linden-Museum bewahrt rund 450 Objekte aus dem Kulturerbe der Chagga in Nordtansania, die zwischen 1885 und 1918 während der deutschen Kolonialzeit oft in gewaltvollen Kontexten nach Stuttgart gelangten. Viele stehen in ... read more Verbindung mit entscheidenden Stationen im Leben von Mädchen und Frauen, die mit Festen, Gesang und Tanz begangen wurden und den Zusammenhalt der Gemeinschaft stärkten. Beim Transfer nach Deutschland und im Lauf der Zeit ging jedoch viel Wissen verloren.
Heute wird es gemeinsam mit Mitgliedern der Chagga rekonstruiert und in die Gegenwart gestellt. Von 2023 bis 2025 erforschte Dr. Valence Silayo, Fellow der Gerda Henkel Stiftung, die Sammlung mit Archivarbeit, Fokusgruppen und Gesprächen mit Familien, die sich als Nachkommen jener verstehen, die Kolonialherrschaft und Gewalt erlebten. Die Ausstellung verbindet historische Objekte mit aktuellem Wissen und vielfältigen Perspektiven – und zeigt, welche Bedeutung dieses über 100 Jahre alte Kulturerbe bis heute hat. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 1.12.2025) read less
Colonial contexts
Not Done Yet. Koloniale Kontinuitäten
Deutschland, Siegen, Museum für Gegenwartskunst
Start date:
18. September 2025
End date:
18. January 2026
Kuratorin: Jessica Schiefer |
Geschichte reflektiert die Werte einer Gesellschaft und befindet sich zugleich in einem stetigen Wandel. Dabei nimmt die Sichtbarmachung der Deutschen Kolonialgeschichte und die Verflechtungen mit Geschichten anderer europäischer Kolonialmächte eine ... read more wichtige Rolle ein. Ausgangspunkt der Ausstellung „Not done yet. Koloniale Kontinuitäten“ ist eine peruanische Silberschale, die durch den transatlantischen Sklavenhandel in den Besitz von Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604–1679) gelangte.
Im Jahr 1658 übergab er diese als Taufschale an die evangelische Kirchengemeinde Siegens, wo sie bis heute verwendet wird.
Welchen Einfluss haben die Auswirkungen der Kolonialzeit auf die Nutzung und Wahrnehmung von Objekten? Die Künstler*innen Mariana Castillo Deball, patricia kaersenhout und Anina Major setzen sich mit dieser Fragestellung, dem Fortwirken von kolonialen Strukturen in unserer Gesellschaft und möglichen Formen einer künstlerischen Selbstermächtigung auseinander. Ihre Skulpturen, Videos und Zeichnungen machen diese Kontinuitäten in vielfältiger Weise sichtbar. Kunst wird zum Ankerpunkt um Widersprüche zu verhandeln und einen Raum für neue Perspektiven und Erfahrungen zu öffnen.
Mit Werken von Mariana Castillo Deball, patricia kaersenhout, Anina Major. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Geschichte reflektiert die Werte einer Gesellschaft und befindet sich zugleich in einem stetigen Wandel. Dabei nimmt die Sichtbarmachung der Deutschen Kolonialgeschichte und die Verflechtungen mit Geschichten anderer europäischer Kolonialmächte eine ... read more wichtige Rolle ein. Ausgangspunkt der Ausstellung „Not done yet. Koloniale Kontinuitäten“ ist eine peruanische Silberschale, die durch den transatlantischen Sklavenhandel in den Besitz von Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604–1679) gelangte.
Im Jahr 1658 übergab er diese als Taufschale an die evangelische Kirchengemeinde Siegens, wo sie bis heute verwendet wird.
Welchen Einfluss haben die Auswirkungen der Kolonialzeit auf die Nutzung und Wahrnehmung von Objekten? Die Künstler*innen Mariana Castillo Deball, patricia kaersenhout und Anina Major setzen sich mit dieser Fragestellung, dem Fortwirken von kolonialen Strukturen in unserer Gesellschaft und möglichen Formen einer künstlerischen Selbstermächtigung auseinander. Ihre Skulpturen, Videos und Zeichnungen machen diese Kontinuitäten in vielfältiger Weise sichtbar. Kunst wird zum Ankerpunkt um Widersprüche zu verhandeln und einen Raum für neue Perspektiven und Erfahrungen zu öffnen.
Mit Werken von Mariana Castillo Deball, patricia kaersenhout, Anina Major. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Im Visier! Lovis Corinth, die Nationalgalerie und die Aktion „Entartete Kunst“
Deutschland, Berlin, Alte Nationalgalerie
Start date:
17. July 2025
End date:
2. November 2025
Kurator:innen: Dieter Scholz, Andreas Schalhorn, Sven Haase, Petra Winter |
Zum 100. Todestag von Lovis Corinth beleuchtet die Alte Nationalgalerie in einer konzentrierten Ausstellung das Schicksal der Werke des Künstlers und seiner Frau, der Malerin Charlotte Berend-Corinth, in der ... read more Sammlung der Nationalgalerie. Im Fokus der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Provenienzen der Bilder: Die Bestände der Nationalgalerie werden durch Reproduktionen der Gemälde ergänzt, die aufgrund der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ in andere Museen gelangten. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Aufruf 1.12.2025) read less
Zum 100. Todestag von Lovis Corinth beleuchtet die Alte Nationalgalerie in einer konzentrierten Ausstellung das Schicksal der Werke des Künstlers und seiner Frau, der Malerin Charlotte Berend-Corinth, in der ... read more Sammlung der Nationalgalerie. Im Fokus der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Provenienzen der Bilder: Die Bestände der Nationalgalerie werden durch Reproduktionen der Gemälde ergänzt, die aufgrund der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ in andere Museen gelangten. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Aufruf 1.12.2025) read less
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