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Nazi-looted cultural property
Sammlungs(ge)schichten
Deutschland, Dessau, Anhaltinische Gemäldegalerie
Start date:
3. December 2025
End date:
2. March 2026
Im Winter 2025/26 gibt die Anhaltische Gemäldegalerie einen Einblick in ihre Sammlungsgeschichte und damit auch in die Geschichten rund um die Sammlungen und Sammlerpersönlichkeiten, denen sie ihre kostbaren Bestände von Mittelalter bis Moderne zu verdanken hat.
Dabei geraten nicht ... read more nur die Zeiten fürstlicher Kunstleidenschaft, sondern auch das von politischen Umbrüchen geprägte 20. Jahrhundert in den Blick. Die Gemäldegalerie hatte eine enge Verbindung zum Bauhaus in Dessau und war maßgeblich von der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ betroffen. Sie verlor Werke durch Diebstähle während der Kriegsauslagerung und wuchs durch beschlagnahmte Kunstwerke während der sogenannten Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone. Wieweit in der Nazi-Zeit verfolgungsbedingt entzogene Werke in den Sammlungen zu finden sind, untersucht seit 2023 ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Forschungsprojekt. Teil der Präsentation der Forschungsergebnisse ist die Schau „Sammlungs(ge)schichten“, welche bis zum 2. März 2026 in der Orangerie im Georgium zu sehen ist. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Dabei geraten nicht ... read more nur die Zeiten fürstlicher Kunstleidenschaft, sondern auch das von politischen Umbrüchen geprägte 20. Jahrhundert in den Blick. Die Gemäldegalerie hatte eine enge Verbindung zum Bauhaus in Dessau und war maßgeblich von der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ betroffen. Sie verlor Werke durch Diebstähle während der Kriegsauslagerung und wuchs durch beschlagnahmte Kunstwerke während der sogenannten Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone. Wieweit in der Nazi-Zeit verfolgungsbedingt entzogene Werke in den Sammlungen zu finden sind, untersucht seit 2023 ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Forschungsprojekt. Teil der Präsentation der Forschungsergebnisse ist die Schau „Sammlungs(ge)schichten“, welche bis zum 2. März 2026 in der Orangerie im Georgium zu sehen ist. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Zurück in Berlin. Eine Marienbüste und die Sammlung Benoit Oppenheim
Deutschland, Berlin, Bode-Museum
Start date:
27. November 2025
End date:
30. May 2026
m Zentrum der Kabinettausstellung "Zurück in Berlin. Eine Marienbüste und die Sammlung Benoit Oppenheim" steht eine neu erworbene Büste der Maria lactans aus dem frühen 16. Jahrhundert. Das Werk zählt zu den feinsten oberschwäbischen Skulpturen des ausgehenden Mittelalters und
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gehörte einst zur bedeutenden Sammlung des Berliner Bankiers Benoit Oppenheim, deren Meisterwerke heute größtenteils im Bode-Museum bewahrt werden.
Oppenheim (1842–1931) hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine außergewöhnlich qualitätsvolle Sammlung mittelalterlicher Skulpturen aufgebaut, die er in seiner Villa im Tiergarten präsentierte und in zwei prächtigen Katalogen dokumentierte. Ab 1920 jedoch begann er, die Werke wieder zu veräußern – sehr zum Bedauern Wilhelm von Bodes, der auf Schenkungen an die Berliner Museen gehofft hatte. Die Ausstellung würdigt erstmals diese besondere Sammlerpersönlichkeit.
Die Maria lactans selbst blickt auf eine bewegte Provenienz zurück. 1907 noch bei Oppenheim nachweisbar, gelangte sie 1928 in die Sammlung des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt, dessen Kunstbesitz 1936 aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung versteigert wurde. Die Büste wurde damals vom Kunsthändler Johannes Hinrichsen erworben und im selben Jahr von den Staatlichen Museen zu Berlin angekauft. Nach der 2023 erfolgten Restitution an die Erben Goldschmidts konnte der Kaiser Friedrich Museumsverein das Werk – unterstützt von der Friede Springer Stiftung und der Kulturstiftung der Länder – 2025 zurückerwerben.
Als Reliquiar konzipiert, birgt die von Maria präsentierte Kugel ein Fach, das einst mit Bergkristall verschlossen war. Vermutlich enthielt es, im Kontext der innigen Darstellung des stillenden Jesuskindes, eine Marienmilchreliquie – eine im späten Mittelalter viel verehrte Pilgergabe aus der Milchgrotte von Bethlehem.
Die Büste wird nun zusammen mit weiteren aus der Sammlung Oppenheim stammenden Spitzenwerken des nördlichen Spätmittelalters im Bode-Museum gezeigt und nach Abschluss der Sonderausstellung in dessen Dauerausstellung übergehen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Oppenheim (1842–1931) hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine außergewöhnlich qualitätsvolle Sammlung mittelalterlicher Skulpturen aufgebaut, die er in seiner Villa im Tiergarten präsentierte und in zwei prächtigen Katalogen dokumentierte. Ab 1920 jedoch begann er, die Werke wieder zu veräußern – sehr zum Bedauern Wilhelm von Bodes, der auf Schenkungen an die Berliner Museen gehofft hatte. Die Ausstellung würdigt erstmals diese besondere Sammlerpersönlichkeit.
Die Maria lactans selbst blickt auf eine bewegte Provenienz zurück. 1907 noch bei Oppenheim nachweisbar, gelangte sie 1928 in die Sammlung des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt, dessen Kunstbesitz 1936 aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung versteigert wurde. Die Büste wurde damals vom Kunsthändler Johannes Hinrichsen erworben und im selben Jahr von den Staatlichen Museen zu Berlin angekauft. Nach der 2023 erfolgten Restitution an die Erben Goldschmidts konnte der Kaiser Friedrich Museumsverein das Werk – unterstützt von der Friede Springer Stiftung und der Kulturstiftung der Länder – 2025 zurückerwerben.
Als Reliquiar konzipiert, birgt die von Maria präsentierte Kugel ein Fach, das einst mit Bergkristall verschlossen war. Vermutlich enthielt es, im Kontext der innigen Darstellung des stillenden Jesuskindes, eine Marienmilchreliquie – eine im späten Mittelalter viel verehrte Pilgergabe aus der Milchgrotte von Bethlehem.
Die Büste wird nun zusammen mit weiteren aus der Sammlung Oppenheim stammenden Spitzenwerken des nördlichen Spätmittelalters im Bode-Museum gezeigt und nach Abschluss der Sonderausstellung in dessen Dauerausstellung übergehen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
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Objekte befragen – Antworten finden. Provenienzforschung am Stadtgeschichtlichen Museum Spandau
Deutschland, Berlin, Zitadelle Spandau
Start date:
6. October 2025
End date:
11. April 2026
Im Zentrum der Ausstellung steht die im Stadtgeschichtlichen Museum Spandau durchgeführte Provenienzforschung: Fragen nach der Herkunft von Museumsobjekten, ihren Wegen und Geschichten. Wie Antworten darauf zu neuen Erkenntnissen führen, zeigt die Ausstellung anhand ausgewählter Beispiele.
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(Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025)
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Im Visier! Lovis Corinth, die Nationalgalerie und die Aktion „Entartete Kunst“
Deutschland, Berlin, Alte Nationalgalerie
Start date:
17. July 2025
End date:
2. November 2025
Kurator:innen: Dieter Scholz, Andreas Schalhorn, Sven Haase, Petra Winter |
Zum 100. Todestag von Lovis Corinth beleuchtet die Alte Nationalgalerie in einer konzentrierten Ausstellung das Schicksal der Werke des Künstlers und seiner Frau, der Malerin Charlotte Berend-Corinth, in der ... read more Sammlung der Nationalgalerie. Im Fokus der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Provenienzen der Bilder: Die Bestände der Nationalgalerie werden durch Reproduktionen der Gemälde ergänzt, die aufgrund der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ in andere Museen gelangten. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Aufruf 1.12.2025) read less
Zum 100. Todestag von Lovis Corinth beleuchtet die Alte Nationalgalerie in einer konzentrierten Ausstellung das Schicksal der Werke des Künstlers und seiner Frau, der Malerin Charlotte Berend-Corinth, in der ... read more Sammlung der Nationalgalerie. Im Fokus der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Provenienzen der Bilder: Die Bestände der Nationalgalerie werden durch Reproduktionen der Gemälde ergänzt, die aufgrund der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ in andere Museen gelangten. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Aufruf 1.12.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Shitstorm. Meinungsstreit im Museum“. Von Raub, Restitution und Mythen der Toleranz
Deutschland, Fürth, Jüdisches Museum
Start date:
23. June 2025
End date:
18. April 2026
Mit Shitstorm blickt das Jüdische Museum Franken nicht nur auf seine eigene Geschichte zurück, sondern stellt sich auch der Frage, wie Museen mit gesellschaftlichen Konflikten, Erinnerungskultur und historischen Deutungen umgehen können: Was haben die Debatten bewirkt und wo steht das
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Museum heute? Im Zentrum der Ausstellung steht die Auseinandersetzung mit NS-Raubkunst und der Restitution jüdischen Eigentums nach 1945. Besonders hervorgehoben wird die Rückgabe eines bedeutenden Toraschildes an die Nachfahren der Familie Dottheim-Brooks – ein Fall, der bundesweit Aufmerksamkeit erregte. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung Shitstorm ist die Rückschau auf eine Ausstellung mit dem als provokativ empfundenen Titel Fürth – Das fränkische Jerusalem. Von der Erfindung jüdischer Geschichte, die das JMF 2007 im Rahmen des tausendjährigen Stadtjubiläums präsentierte. Aufgrund ihres Untertitels entfachte die Ausstellung heftige Diskussionen um die Deutung und Darstellung jüdischer Geschichte und Kultur in
Fürth. Sie stellte die damals populäre These einer „besonderen Fürther Toleranz“ infrage, die eng mit der romantisierenden Bezeichnung Fürths als „fränkisches Jerusalem“ verknüpft war. (Quelle: Flyer zur Ausstellung) read less
Fürth. Sie stellte die damals populäre These einer „besonderen Fürther Toleranz“ infrage, die eng mit der romantisierenden Bezeichnung Fürths als „fränkisches Jerusalem“ verknüpft war. (Quelle: Flyer zur Ausstellung) read less
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Zeitsprung – Gekauft. Getauscht. Geraubt?
Deutschland, Kaiserslautern, Museum Pfalzgalerie
Start date:
10. May 2025
End date:
4. October 2025
Kuratorin: Laura Vollmers |
Kaum ein Thema ist in Museen so kontrovers diskutiert wie die Frage nach dem Raubgut aus dem Nationalsozialismus. Unzählige Kunstwerke wurden zwischen 1933 und 1945 beschlagnahmt, geraubt und unter Druck verkauft. Seit Januar 2024 geht auch das mpk auf ... read more Spurensuche nach der Herkunft der Gemälde im Museum. In einem Projekt, gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, werden die Erwerbungsgeschichten aufgedeckt und Schicksale sichtbar gemacht.
Die Ausstellung ist ein Werkstattbericht, der die Grundlagen der Provenienzforschung, Einblicke in die Geschichte des Museums im Nationalsozialismus und offene Fragen präsentiert. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.02.2025) read less
Kaum ein Thema ist in Museen so kontrovers diskutiert wie die Frage nach dem Raubgut aus dem Nationalsozialismus. Unzählige Kunstwerke wurden zwischen 1933 und 1945 beschlagnahmt, geraubt und unter Druck verkauft. Seit Januar 2024 geht auch das mpk auf ... read more Spurensuche nach der Herkunft der Gemälde im Museum. In einem Projekt, gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, werden die Erwerbungsgeschichten aufgedeckt und Schicksale sichtbar gemacht.
Die Ausstellung ist ein Werkstattbericht, der die Grundlagen der Provenienzforschung, Einblicke in die Geschichte des Museums im Nationalsozialismus und offene Fragen präsentiert. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.02.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Corot bis Watteau? Französischen Zeichnungen auf der Spur
Deutschland, Bremen, Kunsthalle
Start date:
29. April 2025
End date:
26. July 2025
Kurator:innen: Dr. Maria Aresin, Dr. Brigitte Reuter
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Objektbiographien von 38 ausgewählten Zeichnungen und zwei Skizzenbüchern französischer Künstler*innen. Diese wurden im Zuge eines langjährigen Provenienzforschungsprojekts untersucht. ... read more Kritisch beleuchtet werden dabei insbesondere diejenigen Zeichnungen, die durch verfolgungsbedingten Entzug – beispielweise aus jüdischem Besitz – während und kurz nach der NS-Zeit in die Kunsthalle gelangten.
Unter den ausgestellten Werken finden sich zahlreiche noch nie präsentierte Meisterzeichnungen von Künstler*innen des 16. bis 19. Jahrhunderts wie Michel Corneille, Camille Corot, Antoine Coypel, Jacques-Louis David, Eugène Delacroix, Jean-Baptiste Huet, Jean Auguste Dominique Ingres, Amédée van Loo, Charles Joseph Natoire, Charles Parrocel, Hubert Robert, Marie-Ernestine Serret, Pierre Le Sueur, François Verdier, Eugène Emmanuel Viollet-le-Duc und Simon Vouet. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) read less
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Objektbiographien von 38 ausgewählten Zeichnungen und zwei Skizzenbüchern französischer Künstler*innen. Diese wurden im Zuge eines langjährigen Provenienzforschungsprojekts untersucht. ... read more Kritisch beleuchtet werden dabei insbesondere diejenigen Zeichnungen, die durch verfolgungsbedingten Entzug – beispielweise aus jüdischem Besitz – während und kurz nach der NS-Zeit in die Kunsthalle gelangten.
Unter den ausgestellten Werken finden sich zahlreiche noch nie präsentierte Meisterzeichnungen von Künstler*innen des 16. bis 19. Jahrhunderts wie Michel Corneille, Camille Corot, Antoine Coypel, Jacques-Louis David, Eugène Delacroix, Jean-Baptiste Huet, Jean Auguste Dominique Ingres, Amédée van Loo, Charles Joseph Natoire, Charles Parrocel, Hubert Robert, Marie-Ernestine Serret, Pierre Le Sueur, François Verdier, Eugène Emmanuel Viollet-le-Duc und Simon Vouet. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) read less
Nazi-looted cultural property
,
Colonial contexts
,
Soviet zone / GDR
120 Jahre Städtisches Museum Halberstadt – Jubiläumsausstellung
Deutschland, Halberstadt, Städtisches Museum
Start date:
24. April 2025
End date:
1. March 2026
Anlässlich des 120jährigen Bestehens des Städtisches Museums beschäftigt sich die aktuelle Sonderausstellung mit der Sammlungsgeschichte und den sich ändernden Museumsaufgaben. Dabei werden Objekte, Fotos und Dokumente in den Vordergrund gestellt, die lange nicht oder noch gar nicht der
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Öffentlichkeit präsentiert wurden und deren Hintergrund- und Herkunftsgeschichte Erstaunliches zur Sammlungs- und Museumsentwicklung erzählen. Hierbei ist der, im Vergleich mit anderen kommunalen Einrichtungen, besonders große Umfang mit über 600.000 Sammlungsstücken bemerkenswert, von denen nur 1 % in den Ausstellungen zu sehen ist.
Da das Städtische Museum als kommunale Einrichtung den Auftrag hat, sich mit der Stadt- und Regionalgeschichte zu befassen, weisen die ausgewählten Exponate ebenso auf lokale Ereignisse der letzten 120 Jahre. Diese verweisen auf die Ursprünge der Sammlungen und Sammler in Halberstadt, auf spendable Museumsgönner und Unterstützende in nah und fern, auf sich ändernde Zuständigkeiten je nach Zeitgeist, auf spektakuläre Zufallsfunde, auf die ewig kritische Finanzierungslage als Kultureinrichtung sowie auf Objektentzug von und ins Museum durch Krieg, Diebstahl, Restitution oder Auflösung von Einrichtungen. Ebenso wird Bezug genommen auf die persönlichen Geschichten hinter den Sammlungsobjekten.
Daneben bietet die Jubiläumsausstellung einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit, die im Wesentlichen die Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln umfasst. So gibt das Museumsteam hier Einblick in seine Bemühungen, den Besucherwünschen und zugleich den materiell und thematisch vielfältigen, umfangreichen und einmaligen Sammlungsbeständen gerecht zu werden, entsprechend der weltweit gültigen Museumsdefinition [...]. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) read less
Da das Städtische Museum als kommunale Einrichtung den Auftrag hat, sich mit der Stadt- und Regionalgeschichte zu befassen, weisen die ausgewählten Exponate ebenso auf lokale Ereignisse der letzten 120 Jahre. Diese verweisen auf die Ursprünge der Sammlungen und Sammler in Halberstadt, auf spendable Museumsgönner und Unterstützende in nah und fern, auf sich ändernde Zuständigkeiten je nach Zeitgeist, auf spektakuläre Zufallsfunde, auf die ewig kritische Finanzierungslage als Kultureinrichtung sowie auf Objektentzug von und ins Museum durch Krieg, Diebstahl, Restitution oder Auflösung von Einrichtungen. Ebenso wird Bezug genommen auf die persönlichen Geschichten hinter den Sammlungsobjekten.
Daneben bietet die Jubiläumsausstellung einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit, die im Wesentlichen die Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln umfasst. So gibt das Museumsteam hier Einblick in seine Bemühungen, den Besucherwünschen und zugleich den materiell und thematisch vielfältigen, umfangreichen und einmaligen Sammlungsbeständen gerecht zu werden, entsprechend der weltweit gültigen Museumsdefinition [...]. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Unrecht & Profit. Das Badische Landesmuseum im Nationalmuseum
Deutschland, Karlsruhe, Schloss
Start date:
11. April 2025
End date:
27. September 2025
Scheinbar unverdächtig – das war lange Zeit die Rolle, die man Museen während der NS-Zeit zuschrieb. Ja, mehr noch: Durch den staatlich angeordneten Entzug von Objekten („Entartete Kunst“) galten sie sogar als Opfer. Doch mit der „Washingtoner Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des
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Holocaust“ 1998 setzte sich die Erkenntnis durch: Alle Museen und kulturgutbewahrenden Institutionen profitierten erwiesenermaßen vom Raub an Kulturgütern aus jüdischem Eigentum. Nun stellt sich das Badische Landesmuseum seiner Vergangenheit.
Die Ausstellung zeigt rund 70 Objekte aus den eigenen Sammlungen: Keramik, Malerei, Skulpturen und Textilien von der Antike bis zum Jugendstil. Die erstmals präsentierten Exponate sind allesamt während der NS-Zeit ihren Eigentümern unrechtmäßig entzogen worden: Sie verdeutlichen, in welchem Maße das Badische Landesmuseum von der Beraubung der jüdischen Bevölkerung profitierte. Ein Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1933 bis 1945. Aber es werden auch zwei Erwerbungen der 1970er-Jahre vorgestellt.
Ein weiteres Thema der Ausstellung ist die Funktion des Museums als bildstarke Kulisse: Das ehemalige Residenzschloss stand im Zentrum politischer Aktionen des NS-Regimes und die Schlossfassade sowie der Platz davor wurden für Kundgebungen genutzt. Die Ausstellungsgestaltung veranschaulicht darüber hinaus die Arbeit der Provenienzforschung: Großformatige Abbildungen von Zeitungsausschnitten, Entzugslisten und Pressefotos erklären die Quellenlage und geben wichtige Anhaltspunkte bei der oft jahrelangen Spurensuche … (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) read less
Die Ausstellung zeigt rund 70 Objekte aus den eigenen Sammlungen: Keramik, Malerei, Skulpturen und Textilien von der Antike bis zum Jugendstil. Die erstmals präsentierten Exponate sind allesamt während der NS-Zeit ihren Eigentümern unrechtmäßig entzogen worden: Sie verdeutlichen, in welchem Maße das Badische Landesmuseum von der Beraubung der jüdischen Bevölkerung profitierte. Ein Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1933 bis 1945. Aber es werden auch zwei Erwerbungen der 1970er-Jahre vorgestellt.
Ein weiteres Thema der Ausstellung ist die Funktion des Museums als bildstarke Kulisse: Das ehemalige Residenzschloss stand im Zentrum politischer Aktionen des NS-Regimes und die Schlossfassade sowie der Platz davor wurden für Kundgebungen genutzt. Die Ausstellungsgestaltung veranschaulicht darüber hinaus die Arbeit der Provenienzforschung: Großformatige Abbildungen von Zeitungsausschnitten, Entzugslisten und Pressefotos erklären die Quellenlage und geben wichtige Anhaltspunkte bei der oft jahrelangen Spurensuche … (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Library of Lost Books
Deutschland, Heidelberg, Hochschule für Jüdische Studien (Vernissage)
Start date:
21. November 2024
End date:
21. November 2024
Das mit dem Grimme Online Award ausgezeichnete Projekt "Library of Lost Books" stellt auf seiner Multi-Media-Plattform in einem innovativen Format die Geschichte der 1942 durch die Nationalsozialisten aufgelösten Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums dar. Sie
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beleuchtet dabei vor allem die Personen, die mit der Hochschule verbunden waren und verknüpft unterschiedliche Elemente, um ein lebendiges Bild einer der einflussreichsten deutsch-jüdischen Einrichtungen nachzuzeichnen. Ein Citizen-Science-Ansatz soll die geraubte Bibliothek virtuell wiederherstellen. Dazu werden in einer Datenbank sämtliche Bücher verzeichnet, die in den Beständen der Bibliothek nachgewiesen werden können. Ein Teil dieser inzwischen weltweit verstreuten Bücher wurde in unterschiedlichen Bibliotheken identifiziert und trägt zur Rekonstruktion des ursprünglichen Bestandes bei. Auch in der Heidelberger Hochschule für Jüdische Studien wurden im Zuge der Provenienzrecherchen Bücher der Berliner Hochschule ausfindig gemacht und sie bilden den Anknüpfungspunkt an das Projekt und die Wanderausstellung "Library of Lost Books". (Quelle: Webseite zur Ausstellung/Vernissage, letzter Zugriff 18.02.2025)
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