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Nazi-looted cultural property
Von den Schatten bis zum Licht: Hebräische Bücher in der Erinnerung an die Nationalbibliothek
Tschechien, Prag
Start date:
3. August 2026
End date:
3. October 2026
The fate of Europe’s Jewish book heritage during and after World War II
The exhibition, ‘From Shadows to Light’, presents a selection from an extraordinary collection of nearly 700 Hebrew prints held in the National Library of the Czech Republic. Each of these books has a unique ... read more story behind it. The Nazis confiscated them from the libraries of Jewish communities and institutions across Europe. During the war, they were transported to the Czech Republic, where they lay forgotten for decades. Now, a team of Czech historians specialising in tracing confiscated Jewish property has succeeded in identifying the individual prints. They have discovered that the books originated in Olomouc, Munich, Vienna and Budapest, among other places. This exhibition introduces visitors to the stories behind each book, highlighting the challenges involved in tracing their original owners around the world. Visitors will also learn about pre-war Jewish book culture, Hebrew book printing and publishing traditions. (Source: Website for exhibition, last access 21.08.2026) read less
The exhibition, ‘From Shadows to Light’, presents a selection from an extraordinary collection of nearly 700 Hebrew prints held in the National Library of the Czech Republic. Each of these books has a unique ... read more story behind it. The Nazis confiscated them from the libraries of Jewish communities and institutions across Europe. During the war, they were transported to the Czech Republic, where they lay forgotten for decades. Now, a team of Czech historians specialising in tracing confiscated Jewish property has succeeded in identifying the individual prints. They have discovered that the books originated in Olomouc, Munich, Vienna and Budapest, among other places. This exhibition introduces visitors to the stories behind each book, highlighting the challenges involved in tracing their original owners around the world. Visitors will also learn about pre-war Jewish book culture, Hebrew book printing and publishing traditions. (Source: Website for exhibition, last access 21.08.2026) read less
Nazi-looted cultural property
Eine unvollendete Geschichte. Die Kunstsammlung von Lola und David Leder in Chemnitz
Deutschland, Chemnitz
Start date:
28. May 2026
End date:
3. October 2026
Die Kunstsammlung von Lola und David Leder gibt es nicht mehr. Die Ausstellung sucht Spuren: Gezeigt werden Schenkungen Lola und David Leders an die Städtische Kunstsammlung Chemnitz, anhand derer das Kunstverständnis des Paares sichtbar wird. Und es werden Fragen nach der Provenienz eines
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Kunstwerks gestellt, die noch nicht beantwortet sind. Lola und David Leder beginnen, am Ende der 1910er-Jahre Kunst zu sammeln. Sie pflegen intensive Kontakte zu Kunst- und Kulturschaffenden. Befreundet sind sie mit dem Maler und Zeichner Otto Theodor Wolfgang Stein und den Chemnitzer Sammler:innen Senta und Erich Goeritz. Sie kaufen und verkaufen Werke von Max Liebermann, Lovis Corinth, Karl Hofer und anderen. Und der Chemnitzer Maler und Grafiker Gustav Schaffer bekommt 1920 einen Porträtauftrag. Zentral in der Ausstellung steht das Porträt von David Leder, das Gustav Schaffer 1920 in Chemnitz gemalt hat. Dabei werden die Geschichte des Werkes, das Schaffen des Künstlers, sowie die Nachinventarisierung des Gemäldes in Zeiten der DDR in den Kunstsammlungen Chemnitz beleuchtet. In Zusammenarbeit mit den Nachfahren der Familie Leder wird die Frage nach der Provenienz gestellt: Wem gehört das Bild?
Geboren im rumänischen Iași, zieht David Leder 1889 mit seiner Familie nach Chemnitz. Er erlernt in der Firma seines Vaters Leon Leder (1860–1923), die mit Strümpfen und Handschuhen handelt, den Kaufmannsberuf. David und Lea Laura, genannt Lola, Bernstein heiraten 1914. Das Paar bekommt drei Kinder: Rudolf (1915–1997, bekannt als Stephan Hermlin), Alfred (1917–1943) und Ruth (1918–1999). 1916 wird David Leder in Holzminden interniert. 1918 kehrt er nach Chemnitz zurück. 1921–1925 lebt die Familie in Berlin. Dort gründet er ein Unternehmen für den Handel mit Wolle und Baumwolle. Wieder in Chemnitz meldet seine Firma 1928 Konkurs an. 1930 ziehen sie erneut nach Berlin und er ist als Vertreter zahlreicher Textilunternehmen tätig. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten beginnt ab 1933 die Verfolgung der jüdischen Familie. David Leder wird in der Pogromnacht 1938 verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Seine Frau Lola kauft ihn frei – mit einem Gemälde von Lovis Corinth. Lola und David Leder emigrieren im Juli 1939 nach London. Die beiden gepackten Lifts mit kostbaren Möbeln, einem großen Teil der Bibliothek, Kleidung und Kunst werden ihnen nicht nachgeschickt. Sie verbleiben in Berlin und werden 1942 beschlagnahmt. Der Inhalt wird 1944 versteigert bzw. verkauft.
Beginnend in den 1910er Jahren tragen Lola und David Leder eine beachtliche Kunstsammlung mit Werken von Paul Cézanne, Lovis Corinth, Albrecht Dürer, Karl Hofer, Max Liebermann, Edvard Munch, Rembrandt, Max Slevogt, O. Th. W. Stein, Henri de Toulouse-Lautrec, Lesser Ury, Maurice de Vlaminck, Jakob Steinhardt u. a. zusammen. Einen Teil der Sammlung verkaufen sie ab 1924 in drei Auktionen. Eine Reihe von Gemälden verkaufen sie an Erich Goeritz. Einen weiteren Teil der Sammlung erhält das Tel Aviv Museum 1935 als Leihgaben. Nach dem Ende des Nationalsozialismus 1945 sind Leders vollständig verarmt. David Leder stirbt 1947 in London. Lola Leder ist gezwungen, fast alle Werke aus der Sammlung, die sie aus Berlin und Tel Aviv zurückerhält, zu verkaufen. Sie stirbt 1977 in West-Berlin. Ihre Familie lebt heute in Israel, Deutschland und Großbritannien. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 21.08.2026)
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Geboren im rumänischen Iași, zieht David Leder 1889 mit seiner Familie nach Chemnitz. Er erlernt in der Firma seines Vaters Leon Leder (1860–1923), die mit Strümpfen und Handschuhen handelt, den Kaufmannsberuf. David und Lea Laura, genannt Lola, Bernstein heiraten 1914. Das Paar bekommt drei Kinder: Rudolf (1915–1997, bekannt als Stephan Hermlin), Alfred (1917–1943) und Ruth (1918–1999). 1916 wird David Leder in Holzminden interniert. 1918 kehrt er nach Chemnitz zurück. 1921–1925 lebt die Familie in Berlin. Dort gründet er ein Unternehmen für den Handel mit Wolle und Baumwolle. Wieder in Chemnitz meldet seine Firma 1928 Konkurs an. 1930 ziehen sie erneut nach Berlin und er ist als Vertreter zahlreicher Textilunternehmen tätig. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten beginnt ab 1933 die Verfolgung der jüdischen Familie. David Leder wird in der Pogromnacht 1938 verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Seine Frau Lola kauft ihn frei – mit einem Gemälde von Lovis Corinth. Lola und David Leder emigrieren im Juli 1939 nach London. Die beiden gepackten Lifts mit kostbaren Möbeln, einem großen Teil der Bibliothek, Kleidung und Kunst werden ihnen nicht nachgeschickt. Sie verbleiben in Berlin und werden 1942 beschlagnahmt. Der Inhalt wird 1944 versteigert bzw. verkauft.
Beginnend in den 1910er Jahren tragen Lola und David Leder eine beachtliche Kunstsammlung mit Werken von Paul Cézanne, Lovis Corinth, Albrecht Dürer, Karl Hofer, Max Liebermann, Edvard Munch, Rembrandt, Max Slevogt, O. Th. W. Stein, Henri de Toulouse-Lautrec, Lesser Ury, Maurice de Vlaminck, Jakob Steinhardt u. a. zusammen. Einen Teil der Sammlung verkaufen sie ab 1924 in drei Auktionen. Eine Reihe von Gemälden verkaufen sie an Erich Goeritz. Einen weiteren Teil der Sammlung erhält das Tel Aviv Museum 1935 als Leihgaben. Nach dem Ende des Nationalsozialismus 1945 sind Leders vollständig verarmt. David Leder stirbt 1947 in London. Lola Leder ist gezwungen, fast alle Werke aus der Sammlung, die sie aus Berlin und Tel Aviv zurückerhält, zu verkaufen. Sie stirbt 1977 in West-Berlin. Ihre Familie lebt heute in Israel, Deutschland und Großbritannien. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 21.08.2026)
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Nazi-looted cultural property
Gutes Sammeln – Böses Sammeln. 150 Jahre Naturhistorisches Museum Wien
Österreich, Wien
Start date:
28. April 2026
End date:
26. June 2027
Das Museum blickt auf eine über 270-jährige Sammlungsgeschichte zurück, die Mitte des 18. Jahrhunderts ihren Anfang nahm: Um 1750 erwarb Franz I. Stephan von Lothringen eine Privatsammlung von 30.000 Objekten. Wie aber konnte aus dieser „Ur-Sammlung“ das heutige, auf das Tausendfache
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angewachsene Museum entstehen und zu einem einzigartigen Archiv des Lebens und der Erde werden?
Diese Ausstellung möchte darauf Antworten geben. Sie bietet zugleich eine kritische Rückschau auf die Geschichte des NHM Wien: Die Begeisterung für das Sammeln, Entdecken und Erforschen hatte auch Schattenseiten. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 21.08.2026)
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Diese Ausstellung möchte darauf Antworten geben. Sie bietet zugleich eine kritische Rückschau auf die Geschichte des NHM Wien: Die Begeisterung für das Sammeln, Entdecken und Erforschen hatte auch Schattenseiten. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 21.08.2026)
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Nazi-looted cultural property
,
Colonial contexts
Nachgefragt: Unrecht gesammelt?
Deutschland, Göttingen, Forum Wissen
Start date:
12. December 2025
End date:
16. May 2026
Kuratorin: Juliane Gehler |
Nazi-looted cultural property
,
Colonial contexts
Nachgefragt – Unrecht gesammelt?
Deutschland, Göttingen, Forum Wissen
Start date:
11. December 2025
End date:
16. May 2026
Woher kommen eigentlich die Objekte, die Museen ausstellen? Wem haben diese Dinge einmal gehört? Wie sind sie ins Museum gelangt? Diesen Fragen widmet sich die Sonderausstellung. ‚Nachgefragt‘. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Fragen der Provenienzforschung, also der
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Herkunftsgeschichte von Objekten in Museen und Sammlungen Südniedersachsens.
Ein Kleiderbügel, eine Brille, ein ausgestopfter Vogel. ‚Nachgefragt‘ zeigt viele alltägliche Gegenstände, die auf den ersten Blick unscheinbar und im musealen Kontext zunächst deplatziert wirken. Doch hinter diesen alltäglichen Dingen verbergen sich bewegende Schicksale. Sie gehörten Menschen, denen sie während des Nationalsozialismus unrechtmäßig entzogen wurden – weil sie Jüdinnen und Juden, Freimaurer, Mitglieder der Arbeiterbewegung oder Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter waren. Manche Objekte gelangten als sogenanntes „Feindmaterial“ direkt in Museumssammlungen, andere über verschlungene Wege, Auktionen oder Nachlässe.
Auch sogenannte Human Remains, menschliche Überreste, aus den ehemaligen deutschen Kolonien und ethnologische Objekte, die über Tierfänger und Händler bis weit ins 20. Jahrhundert nach Südniedersachsen gelangten sind Teil der Ausstellung. Viele dieser Dinge sind aus heutiger Perspektive unrechtmäßig in Museen gelangt.
Besonderes Augenmerk liegt auf den Menschen hinter den im Forum Wissen präsentierten Objekten: ihren Biografien, ihre Verluste und ihre Erinnerungen. Illustrationen der Kasseler Künstlerin Melanie Lüdtke eröffnen neue Perspektiven zu den Personen, denen die gezeigten Dinge gehört haben und von denen oft nur wenige Spuren geblieben sind.
Wie können wir heute verantwortungsvoll mit diesen Objekten in musealen Sammlungen umgehen? Wie kontextualisieren Forscher*innen diese Spuren? Welche Wege gibt es, Verantwortung für das begangene Unrecht früherer Generationen zu übernehmen – etwa durch die Rückgabe menschlicher Überreste an ihre Ursprungsgesellschaften oder die Aufarbeitung kolonialer und nationalsozialistischer Sammlungsgeschichten? Die aktuelle Sonderausstellung möchte dazu anregen, sich diesen Fragen zu widmen.
Die Sonderausstellung basiert auf dem zweijährigen Forschungs- und Vermittlungsprojekts „Nachgefragt – Provenienzforschung vermitteln“, das in Südniedersachsen stattgefunden hat. Aufbauend auf den Arbeiten von Dr. Christian Riemenschneider zur Herkunftsgeschichte unrechtmäßig entzogener Kulturgüter untersuchte das Projekt, wie Provenienzforschung ansprechend und gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort vermittelt werden kann. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 20.08.2026) read less
Ein Kleiderbügel, eine Brille, ein ausgestopfter Vogel. ‚Nachgefragt‘ zeigt viele alltägliche Gegenstände, die auf den ersten Blick unscheinbar und im musealen Kontext zunächst deplatziert wirken. Doch hinter diesen alltäglichen Dingen verbergen sich bewegende Schicksale. Sie gehörten Menschen, denen sie während des Nationalsozialismus unrechtmäßig entzogen wurden – weil sie Jüdinnen und Juden, Freimaurer, Mitglieder der Arbeiterbewegung oder Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter waren. Manche Objekte gelangten als sogenanntes „Feindmaterial“ direkt in Museumssammlungen, andere über verschlungene Wege, Auktionen oder Nachlässe.
Auch sogenannte Human Remains, menschliche Überreste, aus den ehemaligen deutschen Kolonien und ethnologische Objekte, die über Tierfänger und Händler bis weit ins 20. Jahrhundert nach Südniedersachsen gelangten sind Teil der Ausstellung. Viele dieser Dinge sind aus heutiger Perspektive unrechtmäßig in Museen gelangt.
Besonderes Augenmerk liegt auf den Menschen hinter den im Forum Wissen präsentierten Objekten: ihren Biografien, ihre Verluste und ihre Erinnerungen. Illustrationen der Kasseler Künstlerin Melanie Lüdtke eröffnen neue Perspektiven zu den Personen, denen die gezeigten Dinge gehört haben und von denen oft nur wenige Spuren geblieben sind.
Wie können wir heute verantwortungsvoll mit diesen Objekten in musealen Sammlungen umgehen? Wie kontextualisieren Forscher*innen diese Spuren? Welche Wege gibt es, Verantwortung für das begangene Unrecht früherer Generationen zu übernehmen – etwa durch die Rückgabe menschlicher Überreste an ihre Ursprungsgesellschaften oder die Aufarbeitung kolonialer und nationalsozialistischer Sammlungsgeschichten? Die aktuelle Sonderausstellung möchte dazu anregen, sich diesen Fragen zu widmen.
Die Sonderausstellung basiert auf dem zweijährigen Forschungs- und Vermittlungsprojekts „Nachgefragt – Provenienzforschung vermitteln“, das in Südniedersachsen stattgefunden hat. Aufbauend auf den Arbeiten von Dr. Christian Riemenschneider zur Herkunftsgeschichte unrechtmäßig entzogener Kulturgüter untersuchte das Projekt, wie Provenienzforschung ansprechend und gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort vermittelt werden kann. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 20.08.2026) read less
Nazi-looted cultural property
Sammlungs(ge)schichten
Deutschland, Dessau, Anhaltinische Gemäldegalerie
Start date:
3. December 2025
End date:
2. March 2026
Im Winter 2025/26 gibt die Anhaltische Gemäldegalerie einen Einblick in ihre Sammlungsgeschichte und damit auch in die Geschichten rund um die Sammlungen und Sammlerpersönlichkeiten, denen sie ihre kostbaren Bestände von Mittelalter bis Moderne zu verdanken hat.
Dabei geraten nicht ... read more nur die Zeiten fürstlicher Kunstleidenschaft, sondern auch das von politischen Umbrüchen geprägte 20. Jahrhundert in den Blick. Die Gemäldegalerie hatte eine enge Verbindung zum Bauhaus in Dessau und war maßgeblich von der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ betroffen. Sie verlor Werke durch Diebstähle während der Kriegsauslagerung und wuchs durch beschlagnahmte Kunstwerke während der sogenannten Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone. Wieweit in der Nazi-Zeit verfolgungsbedingt entzogene Werke in den Sammlungen zu finden sind, untersucht seit 2023 ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Forschungsprojekt. Teil der Präsentation der Forschungsergebnisse ist die Schau „Sammlungs(ge)schichten“, welche bis zum 2. März 2026 in der Orangerie im Georgium zu sehen ist. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Dabei geraten nicht ... read more nur die Zeiten fürstlicher Kunstleidenschaft, sondern auch das von politischen Umbrüchen geprägte 20. Jahrhundert in den Blick. Die Gemäldegalerie hatte eine enge Verbindung zum Bauhaus in Dessau und war maßgeblich von der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ betroffen. Sie verlor Werke durch Diebstähle während der Kriegsauslagerung und wuchs durch beschlagnahmte Kunstwerke während der sogenannten Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone. Wieweit in der Nazi-Zeit verfolgungsbedingt entzogene Werke in den Sammlungen zu finden sind, untersucht seit 2023 ein vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Forschungsprojekt. Teil der Präsentation der Forschungsergebnisse ist die Schau „Sammlungs(ge)schichten“, welche bis zum 2. März 2026 in der Orangerie im Georgium zu sehen ist. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Zurück in Berlin. Eine Marienbüste und die Sammlung Benoit Oppenheim
Deutschland, Berlin, Bode-Museum
Start date:
27. November 2025
End date:
30. May 2026
m Zentrum der Kabinettausstellung "Zurück in Berlin. Eine Marienbüste und die Sammlung Benoit Oppenheim" steht eine neu erworbene Büste der Maria lactans aus dem frühen 16. Jahrhundert. Das Werk zählt zu den feinsten oberschwäbischen Skulpturen des ausgehenden Mittelalters und
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gehörte einst zur bedeutenden Sammlung des Berliner Bankiers Benoit Oppenheim, deren Meisterwerke heute größtenteils im Bode-Museum bewahrt werden.
Oppenheim (1842–1931) hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine außergewöhnlich qualitätsvolle Sammlung mittelalterlicher Skulpturen aufgebaut, die er in seiner Villa im Tiergarten präsentierte und in zwei prächtigen Katalogen dokumentierte. Ab 1920 jedoch begann er, die Werke wieder zu veräußern – sehr zum Bedauern Wilhelm von Bodes, der auf Schenkungen an die Berliner Museen gehofft hatte. Die Ausstellung würdigt erstmals diese besondere Sammlerpersönlichkeit.
Die Maria lactans selbst blickt auf eine bewegte Provenienz zurück. 1907 noch bei Oppenheim nachweisbar, gelangte sie 1928 in die Sammlung des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt, dessen Kunstbesitz 1936 aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung versteigert wurde. Die Büste wurde damals vom Kunsthändler Johannes Hinrichsen erworben und im selben Jahr von den Staatlichen Museen zu Berlin angekauft. Nach der 2023 erfolgten Restitution an die Erben Goldschmidts konnte der Kaiser Friedrich Museumsverein das Werk – unterstützt von der Friede Springer Stiftung und der Kulturstiftung der Länder – 2025 zurückerwerben.
Als Reliquiar konzipiert, birgt die von Maria präsentierte Kugel ein Fach, das einst mit Bergkristall verschlossen war. Vermutlich enthielt es, im Kontext der innigen Darstellung des stillenden Jesuskindes, eine Marienmilchreliquie – eine im späten Mittelalter viel verehrte Pilgergabe aus der Milchgrotte von Bethlehem.
Die Büste wird nun zusammen mit weiteren aus der Sammlung Oppenheim stammenden Spitzenwerken des nördlichen Spätmittelalters im Bode-Museum gezeigt und nach Abschluss der Sonderausstellung in dessen Dauerausstellung übergehen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Oppenheim (1842–1931) hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine außergewöhnlich qualitätsvolle Sammlung mittelalterlicher Skulpturen aufgebaut, die er in seiner Villa im Tiergarten präsentierte und in zwei prächtigen Katalogen dokumentierte. Ab 1920 jedoch begann er, die Werke wieder zu veräußern – sehr zum Bedauern Wilhelm von Bodes, der auf Schenkungen an die Berliner Museen gehofft hatte. Die Ausstellung würdigt erstmals diese besondere Sammlerpersönlichkeit.
Die Maria lactans selbst blickt auf eine bewegte Provenienz zurück. 1907 noch bei Oppenheim nachweisbar, gelangte sie 1928 in die Sammlung des jüdischen Bankiers Jakob Goldschmidt, dessen Kunstbesitz 1936 aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung versteigert wurde. Die Büste wurde damals vom Kunsthändler Johannes Hinrichsen erworben und im selben Jahr von den Staatlichen Museen zu Berlin angekauft. Nach der 2023 erfolgten Restitution an die Erben Goldschmidts konnte der Kaiser Friedrich Museumsverein das Werk – unterstützt von der Friede Springer Stiftung und der Kulturstiftung der Länder – 2025 zurückerwerben.
Als Reliquiar konzipiert, birgt die von Maria präsentierte Kugel ein Fach, das einst mit Bergkristall verschlossen war. Vermutlich enthielt es, im Kontext der innigen Darstellung des stillenden Jesuskindes, eine Marienmilchreliquie – eine im späten Mittelalter viel verehrte Pilgergabe aus der Milchgrotte von Bethlehem.
Die Büste wird nun zusammen mit weiteren aus der Sammlung Oppenheim stammenden Spitzenwerken des nördlichen Spätmittelalters im Bode-Museum gezeigt und nach Abschluss der Sonderausstellung in dessen Dauerausstellung übergehen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) read less
Nazi-looted cultural property
Plakatausstellung: NS-Raubgutforschung in Stralsund
Deutschland, Stralsund
Start date:
1. November 2025
End date:
31. December 2025
Kuratorin: Antje Strahl |
Mit der Plakatausstellung „NS-Raubgutforschung in Stralsund“ an Stralsunder Litfaßsäulen macht das STRALSUND MUSEUM im November und Dezember ein wichtiges Thema im öffentlichen Raum sichtbar.
Wie und unter welchen, vielfach unrechtmäßigen Umständen ... read more gelangten Kunstwerke und Kulturgüter zwischen 1933 und 1945 ins Museum.
Die Inhalte der Plakat-Ausstellung sind:
- Spurensuche Archive, Inventarlisten, Briefe, Auktionskataloge und Geschäftsunterlagen verraten viel über die Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern.
- Doppelt geraubt? Das Gemälde „See im Mondschein“ von Louis Douzette steht exemplarisch für komplexe Besitzverhältnisse und mehrfachen Entzug.
- Ein Bild – zwei Titel Die Forschung zu einem Aquarell zeigt die Schwierigkeit, Provenienz und Identität von Objekten zweifelsfrei zu klären.
- Unklare Identität? Der Künstler Otto Strützel verwendete verschiedene Signaturen, was die Arbeit der Provenienzforscher erschwert.
- Verfolgt und enteignet Ein Konvolut der Stralsunder Freimaurerloge wurde als dringender NS-Raubgut-Verdachtsfall eingestuft und näher beleuchtet.
- Gestohlen oder abgegeben? Die Ausstellung geht der Frage nach, ob Objekte aus dem Besitz zwangsweise aufgelöster Vereine als NS-Raubgut gelten müssen.
- Was bleibt? Abschließend erklärt die Ausstellung die Bedeutung der Provenienzforschung für die Geschichtsschreibung der Stadt.
(Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzte Zugriff 15.12.2025)
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Mit der Plakatausstellung „NS-Raubgutforschung in Stralsund“ an Stralsunder Litfaßsäulen macht das STRALSUND MUSEUM im November und Dezember ein wichtiges Thema im öffentlichen Raum sichtbar.
Wie und unter welchen, vielfach unrechtmäßigen Umständen ... read more gelangten Kunstwerke und Kulturgüter zwischen 1933 und 1945 ins Museum.
Die Inhalte der Plakat-Ausstellung sind:
- Spurensuche Archive, Inventarlisten, Briefe, Auktionskataloge und Geschäftsunterlagen verraten viel über die Herkunft von Kunstwerken und Kulturgütern.
- Doppelt geraubt? Das Gemälde „See im Mondschein“ von Louis Douzette steht exemplarisch für komplexe Besitzverhältnisse und mehrfachen Entzug.
- Ein Bild – zwei Titel Die Forschung zu einem Aquarell zeigt die Schwierigkeit, Provenienz und Identität von Objekten zweifelsfrei zu klären.
- Unklare Identität? Der Künstler Otto Strützel verwendete verschiedene Signaturen, was die Arbeit der Provenienzforscher erschwert.
- Verfolgt und enteignet Ein Konvolut der Stralsunder Freimaurerloge wurde als dringender NS-Raubgut-Verdachtsfall eingestuft und näher beleuchtet.
- Gestohlen oder abgegeben? Die Ausstellung geht der Frage nach, ob Objekte aus dem Besitz zwangsweise aufgelöster Vereine als NS-Raubgut gelten müssen.
- Was bleibt? Abschließend erklärt die Ausstellung die Bedeutung der Provenienzforschung für die Geschichtsschreibung der Stadt.
(Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzte Zugriff 15.12.2025)
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Nazi-looted cultural property
Objekte befragen – Antworten finden. Provenienzforschung am Stadtgeschichtlichen Museum Spandau
Deutschland, Berlin, Zitadelle Spandau
Start date:
6. October 2025
End date:
11. April 2026
Im Zentrum der Ausstellung steht die im Stadtgeschichtlichen Museum Spandau durchgeführte Provenienzforschung: Fragen nach der Herkunft von Museumsobjekten, ihren Wegen und Geschichten. Wie Antworten darauf zu neuen Erkenntnissen führen, zeigt die Ausstellung anhand ausgewählter Beispiele.
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(Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025)
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Nazi-looted cultural property
Im Visier! Lovis Corinth, die Nationalgalerie und die Aktion „Entartete Kunst“
Deutschland, Berlin, Alte Nationalgalerie
Start date:
17. July 2025
End date:
2. November 2025
Kurator:innen: Dieter Scholz, Andreas Schalhorn, Sven Haase, Petra Winter |
Zum 100. Todestag von Lovis Corinth beleuchtet die Alte Nationalgalerie in einer konzentrierten Ausstellung das Schicksal der Werke des Künstlers und seiner Frau, der Malerin Charlotte Berend-Corinth, in der ... read more Sammlung der Nationalgalerie. Im Fokus der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Provenienzen der Bilder: Die Bestände der Nationalgalerie werden durch Reproduktionen der Gemälde ergänzt, die aufgrund der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ in andere Museen gelangten. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Aufruf 1.12.2025) read less
Zum 100. Todestag von Lovis Corinth beleuchtet die Alte Nationalgalerie in einer konzentrierten Ausstellung das Schicksal der Werke des Künstlers und seiner Frau, der Malerin Charlotte Berend-Corinth, in der ... read more Sammlung der Nationalgalerie. Im Fokus der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Provenienzen der Bilder: Die Bestände der Nationalgalerie werden durch Reproduktionen der Gemälde ergänzt, die aufgrund der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ in andere Museen gelangten. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Aufruf 1.12.2025) read less
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