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Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg stellt wieder Fördermittel für Projekte zur Provenienzforschung in den Bereichen „NS-Raubgut“ und „Koloniale Kontexte“ und „SBZ/DDR“ zur Verfügung.
Die nächste Antragsfrist für eine langfristige Förderung endet am 1. Oktober 2026. Einzelfallbezogenen, kurzfristigen Forschungsbedarf fördert das Zentrum in allen Bereichen ohne Frist ganzjährig.
Forschungsbereich „NS-Raubgut“
Im Forschungsbereich „NS-Raubgut“ sind neben öffentlichen Einrichtungen auch privat getragene Einrichtungen (z.B. Museen, Archive, Vereine, Unternehmen) und Privatpersonen in Deutschland antragsberechtigt. Das Zentrum fördert systematische Bestandsprüfungen und Grundlagenforschung zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Erschließung von Archivbeständen und die Rekonstruktion von privaten Sammlungen, die während der NS-Herrschaft verfolgungsbedingt entzogen, aufgeteilt oder zerstört wurden.
Auch die Provenienzklärung privater Sammlungen ist förderfähig, sofern ein Verdacht auf NS-verfolgungsbedingten Entzug besteht.
Seit Januar 2019 fördert das Zentrum zudem auch Projekte, die dazu dienen, die Erben von Objekten aus verfolgungsbedingt entzogenen Sammlungen, zu denen bereits Provenienzforschung stattgefunden hat, zu ermitteln. Ziel von Anträgen mit diesem Förderschwerpunkt soll es sein, mit den Erben eine gerechte und faire Lösung im Sinne der Washingtoner Prinzipien von 1998 und der Gemeinsamen Erklärung von 1999 herbeizuführen.
Weitere Informationen zum Förderbereich „NS-Raubgut“ sowie das aktuelle Antragsformular
- für öffentliche Institutionen
- für private Institutionen und für Privatpersonen
Bei inhaltlichen und formalen Fragen berät das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste gerne persönlich. Bitte beachten Sie, dass eine Beratung nur bis zum 15. August 2026 in Anspruch genommen werden kann und für privat getragene Einrichtungen und Privatpersonen verpflichtend ist. Wenden Sie sich hierzu bitte an:
Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Humboldtstraße 12
39112 Magdeburg
Cathleen Tasler
Projektberatung („NS-Raubgut“ – öffentliche Einrichtungen)
Telefon: +49 (0) 391 727 763 21
E-Mail: cathleen.tasler@kulturgutverluste.de
Sandra Leinert
Projektberatung („NS-Raubgut“ – private Einrichtungen und Privatpersonen)
Telefon: +49 (0) 391 727 763 31
E-Mail: sandra.leinert@kulturgutverluste.de
Forschungsbereich „Koloniale Kontexte“
Das Zentrum fördert seit Beginn des Jahres 2019 langfristige und kurzfristige Projekte zu Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten.
Antragsberechtigt sind Institutionen in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft und private Einrichtungen, die nach § 59 in Verbindung mit § 52 Abgabenordnung als gemeinnützig anerkannt sind. Die antragstellende Institution muss ihren Sitz in Deutschland haben und Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten sammeln, bewahren oder dazu forschen. Dazu zählen Museen, Universitäten und andere Forschungseinrichtungen.
Das Zentrum fördert einerseits die konkrete Erforschung von Objekten, Konvoluten und größeren Beständen, andererseits aber auch Grundlagenforschung und Forschung zum historischen Kontext, wenn es sich um Fragestellungen handelt, die über einzelne Objekte hinaus von grundsätzlicher Bedeutung für die Provenienzforschung sind. Dabei werden nicht nur Einzel-, sondern auch Verbundprojekte gefördert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit den Herkunftsgesellschaften und -ländern, die über Kooperationen in die Projekte einbezogen werden können. Zudem sind auch Projekte möglich, die sich mit der Erschließung, Verzeichnung und Auswertung von Archivalien und Dokumenten beschäftigen.
Weitere Informationen zum Förderbereich „Koloniale Kontexte“ sowie das aktuelle Antragsformular
Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste berät Sie gerne persönlich zu inhaltlichen und formalen Fragen. Bitte beachten Sie, dass eine Beratung verpflichtend ist, aber nur bis zum 1. September 2026 in Anspruch genommen werden kann. Wenden Sie sich daher bitte möglichst frühzeitig an:
Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Außenstelle
Seydelstraße 18
10117 Berlin
Anna Wickes-Neira
Projektberatung („Koloniale Kontexte“)
Telefon: +49 (0) 30 2338493 84
E-Mail: anna.wickes-neira@kulturgutverluste.de
Forschungsbereich „SBZ/DDR“
Das Zentrum fördert seit Beginn des Jahres 2026 langfristige und kurzfristige Projekte aus dem Bereich SBZ/DDR. Zuvor wurden bereits seit 2017 Projekte der Grundlagenforschung gefördert.
Antragsberechtigt sind Kulturgut sammelnde oder bewahrende Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Trägerschaft (insbesondere Museen, Archive und Bibliotheken), Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie sonstige Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen und privaten Rechts mit Hauptsitz in Deutschland.
Gegenstand der Förderung sind Projekte zur Erforschung der Provenienz von Kulturgut, bei dem ein Entzug oder Abhandenkommen im Zusammenhang mit Verfolgungs- und Willkürmaßnahmen in der SBZ/DDR feststeht oder vermutet wird. Gefördert werden insbesondere die systematische Untersuchung von Sammlungen und Beständen einschließlich Einzelrecherchen und sowie deren nachhaltige Dokumentation, Projekte der Grundlagenforschung zum historischen Kontext des Kulturgutentzugs in der SBZ/DDR mit über den Einzelfall hinausgehender Bedeutung sowie sogenannte Erstchecks zur Prüfung von Verdachtsmomenten in Kulturgut sammelnden oder bewahrenden Einrichtungen, die selbst keine Provenienzforschung durchführen können.
Weitere Informationen zum Förderbereich „SBZ/DDR“
Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste berät Sie gerne persönlich zu inhaltlichen und formalen Fragen Ihres Vorhabens. Bitte beachten Sie, dass die Projektberatung vor der Antragstellung verpflichtend ist und nur bis einschließlich 1. September 2026 in Anspruch genommen werden kann. Wenden Sie sich hierzu bitte an:
Deutsches Zentrum Kulturgutverluste
Humboldtstraße 12
39112 Magdeburg
Mathias Deinert
Projektberatung („SBZ/DDR“)
Telefon: +49 (0) 391 727763 32
E-Mail: mathias.deinert@kulturgutverluste.de
Sabine Kramer
Projektberatung („SBZ/DDR“)
Telefon: +49 (0) 391 727763 43
E-Mail: sabine.kramer@kulturgutverluste.de