Vorständin Meike Hopp
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Neue Vorständin tritt ihr Amt an

Prof. Dr. Meike Hopp übernimmt zum 1. Dezember 2025 die Leitung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste begrüßt seine neue Vorständin: Prof. Dr. Meike Hopp tritt am 1. Dezember 2025 ihr Amt bei der Stiftung in Magdeburg an. Die Kunstwissenschaftlerin war am 1. April dieses Jahres vom Stiftungsrat des Zentrums für zunächst fünf Jahre berufen worden. Zeitgleich nimmt sie den Ruf als Professorin für Digitale Praktiken in den Kultur- und Geisteswissenschaften an die Universität zu Köln an.

Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer: „Ich freue mich sehr, dass mit Prof. Dr. Meike Hopp eine so renommierte wie hervorragend vernetzte Wissenschaftlerin das Amt der Vorständin des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste übernimmt. Prof. Dr. Meike Hopp setzt sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für die Provenienzforschung in Deutschland ein und hat die Stiftung bereits als Kuratoriumsvorsitzende seit längerem beratend begleitet. Mit ihrer besonderen Kompetenz in der digitalen Provenienzforschung wird sie wichtige Impulse in den Tätigkeitsbereichen des Zentrums setzen.“

Meike Hopp (43) hat Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Klassische Archäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München studiert und wurde dort mit einer vielbeachteten Dissertation zum Kunsthandel im Nationalsozialismus promoviert. Später leitete sie mehrere Forschungsprojekte am Zentralinstitut für Kunstgeschichte und nahm Lehraufträge, unter anderem an der LMU München, wahr. 2019 folgte sie dem Ruf auf die Juniorprofessur für Digitale Provenienzforschung an der Technischen Universität Berlin. Meike Hopp war einige Jahre als Vorsitzende des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V. und seit 2022 als Vorsitzende des Kuratoriums des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste aktiv.

Ausdrücklich dankt Staatsminister Weimer auch Hopps Vorgänger, Prof. Dr. Gilbert Lupfer, der das Zentrum von Mai 2020 bis Mai 2025 als hauptamtlicher Vorstand geleitet hatte: „Unter seiner Ägide wurde das Zentrum fachlich wie strukturell deutlich weiterentwickelt und als anerkannte Anlaufstelle für Museen, Forschende und internationale Partner gestärkt. Ich danke Gilbert Lupfer für seinen großen Einsatz für das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste und die Provenienzforschung insgesamt.“

Meike Hopp: „Ich danke dem Stiftungsrat für das Vertrauen und freue mich sehr darauf, die Arbeit des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste gemeinsam mit einem sehr engagierten Team fortzuführen, das mich bereits im Vorfeld ausgesprochen herzlich aufgenommen hat. Das Zentrum hat sich in den vergangenen Jahren durch seine Förderlinien zu einem wichtigen Impulsgeber für die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Expertise im Bereich der Provenienzforschung entwickelt und kommt damit der gesellschaftlichen Verantwortung im Umgang mit unrechtmäßig entzogenem Kulturgut in besonderer Weise nach. Daran möchte ich anknüpfen und das Zentrum weiter öffnen – für neue Fragestellungen, digitale Methoden und für eine Provenienzforschung, die sowohl die Perspektive der Betroffenen als auch internationale Zusammenhänge stärker einbezieht. Ich freue mich auf diese Aufgabe und darauf, die Sichtbarkeit und Wirksamkeit des Zentrums weiter auszubauen – auch im Zusammenspiel mit meiner Professur in Köln, die wertvolle Synergien zwischen akademischer Forschung und der praktischen Arbeit des DZK ermöglicht.“

Der vollständige Text der Pressemitteilung und ein druckfähiges Foto von Meike Hopp befinden sich im Pressebereich.

Zur Pressemitteilung der Universität zu Köln