Personen vor dem Eingang des Bremer Roselius Museums
NS-Raubgut

Neuzugang im Ludwig Roselius Museum

Nach intensiver Provenienzforschung und Restitution bleibt „Aufbruch der Heiligen Ursula“ nun in Bremen.

Das Ludwig Roselius Museum in Bremen hat das Gemälde Aufbruch der Heiligen Ursula (Anonym, um 1520, Öltempera auf Eichenholz) mit Förderung der Kulturstiftung der Länder, der Stadt Bremen sowie einer privaten Unterstützerin angekauft.

Das Bild befindet sich bereits seit 90 Jahren im Ludwig Roselius Museum. Seine Herkunftsgeschichte blieb jedoch lange ungeklärt. Erst im Rahmen des vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Forschungsprojektes „Rekonstruktion der privaten Kunstsammlung von Jacques, Emma und Erwin Rosenthal“ am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München wurde der Entzug unter NS-Verfolgungsdruck der Familie Rosenthal festgestellt. 2024 wurde das Bild an die Nachfahren von Jacques, Emma und Erwin Rosenthal restituiert.

Die Familie hat den Verbleib des Bildes in der Bremer Sammlung begrüßt und in einem vertrauensvollen Dialog wurde der Ankauf vereinbart.

In einer Kabinettpräsentation können Museumsbesucher:innen ab sofort der Geschichte des Gemäldes auf die Spur gehen – von seiner Entstehung, bis zum Weg in die Sammlung Rosenthal und das Ludwig Roselius Museum 1936, die Provenienzforschung und Restitution sowie dem gelungenen Ankaufsprozess und damit der auch künftig öffentlichen Zugänglichkeit des Bildes.

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Julia Rosenthal (Nachfahrin der Eigentümerfamilie Sammlung Rosenthal) betrachtet das Gemälde der Heiligen Ursula.

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