Parlamentarische Anfragen zur Provenienzforschung
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Resilienz“ für Schutz und Stärkung der Provenienzforschung lädt die Initiative Provenienzforschung stärken! in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste zur dritten Sitzung ein: Am 18. Mai 2026 sprechen Gilbert Lupfer, ehemaliger Vorstand des DZK, und Meike Hopp, aktuelle Vorständin, mit der Referentin Julia Wandt vom Scicomm-Support.
#3 Sitzung: Parlamentarische Anfragen zur Provenienzforschung 18. Mai 2026, 17–18:30 Uhr (online)
Parlamentarische Anfragen sind eines der Instrumente deutscher Abgeordneter auf Landes- und Bundesebene zur Kontrolle der Regierung. Allerdings wird dieses demokratische Werkzeug zunehmend von rechten und rechtsextremen Politiker:innen missbraucht: Dies reicht von einer bewussten Bindung von Ressourcen, die die Beantwortung der Anfragen bei den jeweiligen Institutionen fordern, über die Nutzung der eingeholten Informationen für die eigene politische Agenda bis hin zur Einschüchterung durch Sammeln von personenbezogenen Daten. Auch die Provenienzforschung ist in den vergangenen Jahren Gegenstand solcher Anfragen geworden.
Die Initiative Provenienzforschung stärken! gibt einen Überblick über rechte und rechtsextreme parlamentarische Anfragen, die in den vergangenen Jahren auf Bundes- und Landesebene zum Thema der musealen und universitären Provenienzforschung sowie zu Restitutionen gestellt wurden. Anschließend sprechen Gilbert Lupfer, ehemaliger Vorstand des DZK, und Meike Hopp, aktuelle Vorständin.
Gemeinsam mit der Referentin Julia Wandt vom Scicomm-Support werden diese Anfragen schließlich eingeordnet und Handlungsmöglichkeiten diskutiert – sowohl für einzelne Personen in Institutionen, die mit der Beantwortung der Anfragen befasst sind, als auch im Hinblick auf mögliche fachliche Zusammenschlüsse und einen kollektiven Umgang mit diesen Anfragen.
Der Scicomm-Support unterstützt und berät Wissenschaftler:innen und Wissenschaftskommunikator:innen bei Angriffen und unsachlichen Konflikten in der Wissenschaftskommunikation. Aus der Beratungspraxis wird berichtet, welche Strategien und Handlungsmöglichkeiten es gibt, um antidemokratischen Angriffen gegen Wissenschaftler:innen zu begegnen.
Das Format versteht sich als Austausch – Fragen und die gemeinsame Diskussion sind ausdrücklich Teil der Veranstaltung.
Anmeldung bis 14. Mai 2026 an: veranstaltungen.initiative.provenienzforschung@posteo.de
Die Veranstaltung findet online statt. Die Zugangsdaten zur Videokonferenz werden den Teilnehmer:innen am Tag der Veranstaltung per Mail zugesandt. Die Anmeldung ist verbindlich; eine Weitergabe der Zugangsdaten ohne Anmeldung ermöglicht keinen Zugang.
Die Veranstalter behalten sich vor, das digitale Hausrecht auszuüben und Personen, die sich rechtsextrem, rassistisch, antisemitisch oder anderweitig menschenverachtend äußern, den Zutritt oder Verbleib im digitalen Raum dieser Veranstaltung zu verwehren.