Am 1. Februar 2026 verstarb die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.
Wie das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, war auch Rita Süssmuth der Suche nach Gerechtigkeit im Hinblick auf die Rückgabe von NS-Raubgut verpflichtet.
So wirkte sie als Mitglied der Beratenden Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut, insbesondere aus jüdischem Besitz, von deren Gründung 2003 bis zu deren Auflösung 2025.
In der Beratenden Kommission war Rita Süssmuth über Jahrzehnte hinweg an der Erarbeitung und Verabschiedung der Empfehlungen beteiligt. So auch in dem Fall Westheim gegen die Stadt Neuss, in der sie viele Jahrzehnte lebte: Die Beratende Kommission empfahl im Jahr 2013 im Streit um ein Gemälde von Joachim Ringelnatz als gerechte und faire Lösung einen Vergleich.
Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste trauert mit den Mitgliedern der ehemaligen Beratenden Kommission um eine sehr hochgeschätzte Kollegin und Persönlichkeit.