NS-Raubgut in der Stadtbibliothek Hannover – ein Projekt zur Erbenermittlung und der Suche nach fairen und gerechten Lösungen

Förderbereich:
NS-Raubgut
Zuwendungs­empfänger:
Stadtbibliothek Hannover
Bundesland:
Niedersachsen
Projekttyp:
Langfristig
Projektlaufzeit:
bis
Beschreibung:

Im Rahmen zweier vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projekte wurden die umfangreichen älteren Bestände der Stadtbibliothek Hannover von 2017 bis 2025 auf vorhandenes NS-Raubgut geprüft. In beiden Projekten konnten zahlreiche Objekte identifiziert werden, die ihren Eigentümer*innen eindeutig NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden. Anliegen des neuen Projektes ist es, die rechtmäßigen Eigentümer*innen bzw. deren Erb*innen oder Rechtsnachfolger*innen zu ermitteln, um im Sinne der „Washingtoner Prinzipien und der „Gemeinsamen Erklärung faire und gerechte Lösungen zu ermöglichen.

Das Projekt zur Erbenermittlung der geraubten Bücher zielt darauf ab, aktiv nach Nachkomm*innen bzw. Nachfolgeeinrichtungen von bislang 42 identifizierten Entitäten zu suchen und diese zu kontaktieren. Insgesamt handelt es sich um 91 Objekte, die 35 Einzelpersonen und sieben Körperschaften zugeordnet werden können. Darüber hinaus strebt die Stadtbibliothek Hannover auch faire und gerechte Lösungen für erbenloses Raubgut bzw. solches ohne Rechtsnachfolge an. Mit der das Projekt begleitenden Öffentlichkeitsarbeit möchte die Stadtbibliothek zudem einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten.

© Stadtbibliothek Hannover