Detektivinnen und Detektive der Geschichte – ein Abend zur Provenienzforschung
Die Moses Mendelssohn Akademie und das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur laden am 24. Juni ab 18 Uhr herzlich zu einem Einblick in ihre Arbeit ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Erforschung von Objekten vermeintlich jüdischer Herkunft in der Fläche von Sachsen-Anhalt – die Tiefenprüfung nach dem Erstcheck“ und wird u.a. vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert.
Hinter jedem Museumsstück, seien es Kunstwerke, Dinge des Alltags oder Bücher verbirgt sich eine Geschichte. Die Objektbiografie legt Spuren zu Authentizität. Sie verknüpft das Exponat mit den Biografien seiner ehemaligen Eigentümer. Und trägt zur Deutung des Objekts als Teil unseres kulturellen Gedächtnisses bei. Manchmal verdeckt der Glanz einer Sammlung eine belastete Vergangenheit. Während des Nationalsozialismus fanden Kulturgutverlagerungen bespiellosen Ausmaßes und Brutalität statt. Unzähliges privates Eigentum wurde durch Beschlagnahme, Zwangsverkäufe oder Zurücklassen bei Flucht, Deportation und Ermordung ihrer Besitzer verstreut und gelangte bis heute mitunter in Museen.
Vorträge:
- Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen, Direktorin der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt: Das Schicksal der Bücher aus dem Buchbestand „Ernst Wolff“
- Marie Luise Wallroth, wissenschaftliche Mitarbeiterin Provenienzforschung Berend Lehmann Museum: Erforschung von Objekten vermeintlich jüdischer Herkunft
Podiumsdiskussion:
- Dr. Annette Müller-Spreitz, Koordinierungsstelle Provenienzforschung am Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
- Dr. Antje Gornig , Direktorin Städtisches Museum und Archive Halberstadt
- Marie Luise Wallroth, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Provenienzforschung am Berend Lehmann Museum
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen unter: https://berendlehmannmuseum.de/abend-zur-provenienzforschung-in-halberstadt/