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Koloniale Kontexte
Missionssammlungen ausgepackt
Deutschland, Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum
Beginn:
3. Oktober 2025
Ende:
8. Februar 2026
Die Ausstellung „Missionssammlungen ausgepackt“ widmet sich einer lange unbeachteten Sammlungspraxis: dem Sammeln von Objekten durch katholische und evangelische Missionsgemeinschaften – vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Im Zentrum stehen Objekte, die aus weiten Teilen der Welt
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nach Nordrhein-Westfalen gelangten. Heute befinden sie sich in Einrichtungen der missionierenden Gemeinschaften, teilweise auch in Museen in öffentlicher Trägerschaft oder Universitätssammlungen.
Was erzählen diese Objekte über die kolonialen Machtverhältnisse, in denen sie gesammelt wurden? Welche Rolle spielten Missionar*innen in der Erfassung, Klassifizierung und Weitergabe materieller Kultur? Und was bedeutet das für den Umgang mit diesen Sammlungen? Anhand von Exponaten aus verschiedenen evangelischen und katholischen Sammlungen aus NRW wird die Vielfalt dieser Bestände sichtbar. Ziel der Ausstellung ist es, mehr Öffentlichkeit und Transparenz für das Thema zu schaffen – und auch auf Leerstellen in der bisherigen Aufarbeitung aufmerksam zu machen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) weniger anzeigen
Was erzählen diese Objekte über die kolonialen Machtverhältnisse, in denen sie gesammelt wurden? Welche Rolle spielten Missionar*innen in der Erfassung, Klassifizierung und Weitergabe materieller Kultur? Und was bedeutet das für den Umgang mit diesen Sammlungen? Anhand von Exponaten aus verschiedenen evangelischen und katholischen Sammlungen aus NRW wird die Vielfalt dieser Bestände sichtbar. Ziel der Ausstellung ist es, mehr Öffentlichkeit und Transparenz für das Thema zu schaffen – und auch auf Leerstellen in der bisherigen Aufarbeitung aufmerksam zu machen. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) weniger anzeigen
Koloniale Kontexte
Celebrating Womanhood. Kulturerbe vom Kilimandscharo
Deutschland, Stuttgart, Linden-Museum
Beginn:
28. September 2025
Ende:
7. Juni 2026
Kurator:innen: Dr. Fiona Siegenthaler, Dr. Valence Silayo |
Das Linden-Museum bewahrt rund 450 Objekte aus dem Kulturerbe der Chagga in Nordtansania, die zwischen 1885 und 1918 während der deutschen Kolonialzeit oft in gewaltvollen Kontexten nach Stuttgart gelangten. Viele stehen in ... mehr anzeigen Verbindung mit entscheidenden Stationen im Leben von Mädchen und Frauen, die mit Festen, Gesang und Tanz begangen wurden und den Zusammenhalt der Gemeinschaft stärkten. Beim Transfer nach Deutschland und im Lauf der Zeit ging jedoch viel Wissen verloren.
Heute wird es gemeinsam mit Mitgliedern der Chagga rekonstruiert und in die Gegenwart gestellt. Von 2023 bis 2025 erforschte Dr. Valence Silayo, Fellow der Gerda Henkel Stiftung, die Sammlung mit Archivarbeit, Fokusgruppen und Gesprächen mit Familien, die sich als Nachkommen jener verstehen, die Kolonialherrschaft und Gewalt erlebten. Die Ausstellung verbindet historische Objekte mit aktuellem Wissen und vielfältigen Perspektiven – und zeigt, welche Bedeutung dieses über 100 Jahre alte Kulturerbe bis heute hat. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 1.12.2025) weniger anzeigen
Das Linden-Museum bewahrt rund 450 Objekte aus dem Kulturerbe der Chagga in Nordtansania, die zwischen 1885 und 1918 während der deutschen Kolonialzeit oft in gewaltvollen Kontexten nach Stuttgart gelangten. Viele stehen in ... mehr anzeigen Verbindung mit entscheidenden Stationen im Leben von Mädchen und Frauen, die mit Festen, Gesang und Tanz begangen wurden und den Zusammenhalt der Gemeinschaft stärkten. Beim Transfer nach Deutschland und im Lauf der Zeit ging jedoch viel Wissen verloren.
Heute wird es gemeinsam mit Mitgliedern der Chagga rekonstruiert und in die Gegenwart gestellt. Von 2023 bis 2025 erforschte Dr. Valence Silayo, Fellow der Gerda Henkel Stiftung, die Sammlung mit Archivarbeit, Fokusgruppen und Gesprächen mit Familien, die sich als Nachkommen jener verstehen, die Kolonialherrschaft und Gewalt erlebten. Die Ausstellung verbindet historische Objekte mit aktuellem Wissen und vielfältigen Perspektiven – und zeigt, welche Bedeutung dieses über 100 Jahre alte Kulturerbe bis heute hat. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 1.12.2025) weniger anzeigen
Koloniale Kontexte
Not Done Yet. Koloniale Kontinuitäten
Deutschland, Siegen, Museum für Gegenwartskunst
Beginn:
19. September 2025
Ende:
18. Januar 2026
Kuratorin: Jessica Schiefer |
Geschichte reflektiert die Werte einer Gesellschaft und befindet sich zugleich in einem stetigen Wandel. Dabei nimmt die Sichtbarmachung der Deutschen Kolonialgeschichte und die Verflechtungen mit Geschichten anderer europäischer Kolonialmächte eine ... mehr anzeigen wichtige Rolle ein. Ausgangspunkt der Ausstellung „Not done yet. Koloniale Kontinuitäten“ ist eine peruanische Silberschale, die durch den transatlantischen Sklavenhandel in den Besitz von Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604–1679) gelangte.
Im Jahr 1658 übergab er diese als Taufschale an die evangelische Kirchengemeinde Siegens, wo sie bis heute verwendet wird.
Welchen Einfluss haben die Auswirkungen der Kolonialzeit auf die Nutzung und Wahrnehmung von Objekten? Die Künstler*innen Mariana Castillo Deball, patricia kaersenhout und Anina Major setzen sich mit dieser Fragestellung, dem Fortwirken von kolonialen Strukturen in unserer Gesellschaft und möglichen Formen einer künstlerischen Selbstermächtigung auseinander. Ihre Skulpturen, Videos und Zeichnungen machen diese Kontinuitäten in vielfältiger Weise sichtbar. Kunst wird zum Ankerpunkt um Widersprüche zu verhandeln und einen Raum für neue Perspektiven und Erfahrungen zu öffnen.
Mit Werken von Mariana Castillo Deball, patricia kaersenhout, Anina Major. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) weniger anzeigen
Geschichte reflektiert die Werte einer Gesellschaft und befindet sich zugleich in einem stetigen Wandel. Dabei nimmt die Sichtbarmachung der Deutschen Kolonialgeschichte und die Verflechtungen mit Geschichten anderer europäischer Kolonialmächte eine ... mehr anzeigen wichtige Rolle ein. Ausgangspunkt der Ausstellung „Not done yet. Koloniale Kontinuitäten“ ist eine peruanische Silberschale, die durch den transatlantischen Sklavenhandel in den Besitz von Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604–1679) gelangte.
Im Jahr 1658 übergab er diese als Taufschale an die evangelische Kirchengemeinde Siegens, wo sie bis heute verwendet wird.
Welchen Einfluss haben die Auswirkungen der Kolonialzeit auf die Nutzung und Wahrnehmung von Objekten? Die Künstler*innen Mariana Castillo Deball, patricia kaersenhout und Anina Major setzen sich mit dieser Fragestellung, dem Fortwirken von kolonialen Strukturen in unserer Gesellschaft und möglichen Formen einer künstlerischen Selbstermächtigung auseinander. Ihre Skulpturen, Videos und Zeichnungen machen diese Kontinuitäten in vielfältiger Weise sichtbar. Kunst wird zum Ankerpunkt um Widersprüche zu verhandeln und einen Raum für neue Perspektiven und Erfahrungen zu öffnen.
Mit Werken von Mariana Castillo Deball, patricia kaersenhout, Anina Major. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 01.12.2025) weniger anzeigen
Koloniale Kontexte
Unfinished past: return, keep, or...?
Niederlande, Amsterdam, Wereldmuseum
Beginn:
9. Mai 2025
Ende:
9. Mai 2025
In this new exhibition, you step into the middle of this current debate on restitution. Discover the different perspectives, dilemmas and stories behind the objects. Dive into provenance studies and investigate for yourself how complex the questions around ownership and value can be. What
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future do you see for World Museum collections? Return, keep, or...?
Besides historical objects, contemporary art plays an important role in the exhibition. Artists and collectives Pansee Atta, Daniel Aguilar Ruvalcaba, Aram Lee, Zara Julius & Zoé Samudzi, Hande Sever & Gelare Khoshgozaran and Lifepatch give their critical, creative and emotional vision of the future of this cultural heritage. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) weniger anzeigen
Besides historical objects, contemporary art plays an important role in the exhibition. Artists and collectives Pansee Atta, Daniel Aguilar Ruvalcaba, Aram Lee, Zara Julius & Zoé Samudzi, Hande Sever & Gelare Khoshgozaran and Lifepatch give their critical, creative and emotional vision of the future of this cultural heritage. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) weniger anzeigen
NS-Raubgut
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Koloniale Kontexte
,
SBZ / DDR
120 Jahre Städtisches Museum Halberstadt – Jubiläumsausstellung
Deutschland, Halberstadt, Städtisches Museum
Beginn:
25. April 2025
Ende:
1. März 2026
Anlässlich des 120jährigen Bestehens des Städtisches Museums beschäftigt sich die aktuelle Sonderausstellung mit der Sammlungsgeschichte und den sich ändernden Museumsaufgaben. Dabei werden Objekte, Fotos und Dokumente in den Vordergrund gestellt, die lange nicht oder noch gar nicht der
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Öffentlichkeit präsentiert wurden und deren Hintergrund- und Herkunftsgeschichte Erstaunliches zur Sammlungs- und Museumsentwicklung erzählen. Hierbei ist der, im Vergleich mit anderen kommunalen Einrichtungen, besonders große Umfang mit über 600.000 Sammlungsstücken bemerkenswert, von denen nur 1 % in den Ausstellungen zu sehen ist.
Da das Städtische Museum als kommunale Einrichtung den Auftrag hat, sich mit der Stadt- und Regionalgeschichte zu befassen, weisen die ausgewählten Exponate ebenso auf lokale Ereignisse der letzten 120 Jahre. Diese verweisen auf die Ursprünge der Sammlungen und Sammler in Halberstadt, auf spendable Museumsgönner und Unterstützende in nah und fern, auf sich ändernde Zuständigkeiten je nach Zeitgeist, auf spektakuläre Zufallsfunde, auf die ewig kritische Finanzierungslage als Kultureinrichtung sowie auf Objektentzug von und ins Museum durch Krieg, Diebstahl, Restitution oder Auflösung von Einrichtungen. Ebenso wird Bezug genommen auf die persönlichen Geschichten hinter den Sammlungsobjekten.
Daneben bietet die Jubiläumsausstellung einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit, die im Wesentlichen die Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln umfasst. So gibt das Museumsteam hier Einblick in seine Bemühungen, den Besucherwünschen und zugleich den materiell und thematisch vielfältigen, umfangreichen und einmaligen Sammlungsbeständen gerecht zu werden, entsprechend der weltweit gültigen Museumsdefinition [...]. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) weniger anzeigen
Da das Städtische Museum als kommunale Einrichtung den Auftrag hat, sich mit der Stadt- und Regionalgeschichte zu befassen, weisen die ausgewählten Exponate ebenso auf lokale Ereignisse der letzten 120 Jahre. Diese verweisen auf die Ursprünge der Sammlungen und Sammler in Halberstadt, auf spendable Museumsgönner und Unterstützende in nah und fern, auf sich ändernde Zuständigkeiten je nach Zeitgeist, auf spektakuläre Zufallsfunde, auf die ewig kritische Finanzierungslage als Kultureinrichtung sowie auf Objektentzug von und ins Museum durch Krieg, Diebstahl, Restitution oder Auflösung von Einrichtungen. Ebenso wird Bezug genommen auf die persönlichen Geschichten hinter den Sammlungsobjekten.
Daneben bietet die Jubiläumsausstellung einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit, die im Wesentlichen die Aufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln umfasst. So gibt das Museumsteam hier Einblick in seine Bemühungen, den Besucherwünschen und zugleich den materiell und thematisch vielfältigen, umfangreichen und einmaligen Sammlungsbeständen gerecht zu werden, entsprechend der weltweit gültigen Museumsdefinition [...]. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.07.2025) weniger anzeigen
Koloniale Kontexte
Dakar-Djibouti [1931-1933] : Counter investigations
Frankreich, Paris, Musée du quai Branly Jacques Chirac
Beginn:
15. April 2025
Ende:
14. September 2025
Kurator: Gaëlle Beaujean |
Die Ausstellung präsentiert neue Forschungsergebnisse zu einer der bedeutendsten Expeditionen der 1930er Jahre.
Zwischen 1931 und 1933 bereiste die „Ethnografische und linguistische Expedition Dakar-Dschibuti 14 afrikanische Länder. Unter ... mehr anzeigen der Leitung des französischen Ethnologen Marcel Griaule wurden dabei neue Methoden der ethnografischen Erforschung und Sammlung erprobt. Im Jahr 1933 umfasste sie über 3.000 Objekte, 6.000 Naturproben, ebenso viele Fotografien, 300 Manuskripte, etwa 50 menschliche Überreste, rund 20 Tonaufnahmen und über 10.000 Feldnotizen, die aus Beobachtungen, „Erhebungen oder „Befragungen stammten. Diese wissenschaftliche Expedition erregte auch großes Medieninteresse mit der Veröffentlichung von L'Afrique fantôme, dem persönlichen Tagebuch des Sekretärs der Mission, Michel Leiris, in dem er die Beziehungen zwischen den Kolonisierten und den Kolonialisten sowie die Bedingungen, unter denen die Erhebungen und Sammlungen durchgeführt wurden, offenlegt.
Anhand einer Auswahl von Objekten, Fotografien und Archiven greift die Ausstellung dokumentierte Fakten wieder auf und stellt die Forschungsergebnisse und die aktuelle Sichtweise von Fachleuten aus dem afrikanischen Kontinent in den Mittelpunkt. Diese Gegenuntersuchungen, die gemeinsam von einem Dutzend afrikanischer und französischer Wissenschaftler durchgeführt wurden, zielen darauf ab, die Bedingungen nachzuvollziehen, unter denen diese Kulturgüter erworben und gesammelt wurden, um Licht auf den kolonialen Kontext und die Geschichten von Männern und Frauen zu werfen, die bis heute anonym geblieben sind. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Aufruf 01.12.2025)
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Die Ausstellung präsentiert neue Forschungsergebnisse zu einer der bedeutendsten Expeditionen der 1930er Jahre.
Zwischen 1931 und 1933 bereiste die „Ethnografische und linguistische Expedition Dakar-Dschibuti 14 afrikanische Länder. Unter ... mehr anzeigen der Leitung des französischen Ethnologen Marcel Griaule wurden dabei neue Methoden der ethnografischen Erforschung und Sammlung erprobt. Im Jahr 1933 umfasste sie über 3.000 Objekte, 6.000 Naturproben, ebenso viele Fotografien, 300 Manuskripte, etwa 50 menschliche Überreste, rund 20 Tonaufnahmen und über 10.000 Feldnotizen, die aus Beobachtungen, „Erhebungen oder „Befragungen stammten. Diese wissenschaftliche Expedition erregte auch großes Medieninteresse mit der Veröffentlichung von L'Afrique fantôme, dem persönlichen Tagebuch des Sekretärs der Mission, Michel Leiris, in dem er die Beziehungen zwischen den Kolonisierten und den Kolonialisten sowie die Bedingungen, unter denen die Erhebungen und Sammlungen durchgeführt wurden, offenlegt.
Anhand einer Auswahl von Objekten, Fotografien und Archiven greift die Ausstellung dokumentierte Fakten wieder auf und stellt die Forschungsergebnisse und die aktuelle Sichtweise von Fachleuten aus dem afrikanischen Kontinent in den Mittelpunkt. Diese Gegenuntersuchungen, die gemeinsam von einem Dutzend afrikanischer und französischer Wissenschaftler durchgeführt wurden, zielen darauf ab, die Bedingungen nachzuvollziehen, unter denen diese Kulturgüter erworben und gesammelt wurden, um Licht auf den kolonialen Kontext und die Geschichten von Männern und Frauen zu werfen, die bis heute anonym geblieben sind. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Aufruf 01.12.2025)
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Koloniale Kontexte
status quo museum? Ein Puma zwischen den Welten
Deutschland, Hannover, Landesmuseum
Beginn:
1. März 2025
Ende:
31. März 2025
Neben dem Waffen- und Drogenhandel ist der illegale Markt für Kulturgüter eine allgegenwärtige Herausforderung für die Staaten Südamerikas. Das Geschäft mit den Relikten der Vergangenheit blüht seit Jahrzehnten: Illegal ausgegrabene präkolumbische Objekte werden gezielt an Tourist*innen
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verkauft, Zwischenhändler*innen schmuggeln sie über die Landesgrenzen, und so gelangen sie oft auch in westliche Museen. Deren Nachfrage ist ein wesentlicher Faktor, der dazu beiträgt, die lange Tradition der illegalen Ausgrabungen (»Huaqueo«) aufrechtzuerhalten. Der »Huaqueo« reicht von der Zeit der spanischen Invasion über die Blütezeit des Sammelns im 19. und 20. Jahrhundert. Vor diesem Hintergrund ist die Provenienz präkolumbischer Objekte stets kritisch zu hinterfragen – das gilt für frühe Sammlungen ebenso wie für aktuelle Erwerbungen.
Die WechselWelten-Ausstellung »Status Quo Museum? Ein Puma zwischen den Welten« nähert sich diesem Thema auf einer Mikroebene: Ausgangspunkt ist die Biografie des »Pumas von Tiahuanaco«. Die Figur wurde 1971 an der Ausgrabungsstätte Tiahuanaco in Bolivien illegal erworben, nach Deutschland exportiert und im Jahr 2023 dem Landesmuseum Hannover geschenkt. Die Stationen des Pumas werden auf seinem Weg ins Museum nachgezeichnet, um so für die oft problematische Herkunft präkolumbischer Objekte zu sensibilisieren. Gleichzeitig wird ein Raum geschaffen, um über die Zukunft des »Pumas von Tiahuanaco« und vergleichbarer Objekte zu diskutieren. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.02.2025) weniger anzeigen
Die WechselWelten-Ausstellung »Status Quo Museum? Ein Puma zwischen den Welten« nähert sich diesem Thema auf einer Mikroebene: Ausgangspunkt ist die Biografie des »Pumas von Tiahuanaco«. Die Figur wurde 1971 an der Ausgrabungsstätte Tiahuanaco in Bolivien illegal erworben, nach Deutschland exportiert und im Jahr 2023 dem Landesmuseum Hannover geschenkt. Die Stationen des Pumas werden auf seinem Weg ins Museum nachgezeichnet, um so für die oft problematische Herkunft präkolumbischer Objekte zu sensibilisieren. Gleichzeitig wird ein Raum geschaffen, um über die Zukunft des »Pumas von Tiahuanaco« und vergleichbarer Objekte zu diskutieren. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.02.2025) weniger anzeigen
Koloniale Kontexte
AMANI kukita | kung'oa. Deutsche und tansanische Perspektiven auf eine koloniale Sammlung in Stade
Deutschland, Stade, Museum Schwedenspeicher und Kunsthaus
Beginn:
15. Februar 2025
Ende:
9. Juni 2025
Seit über 100 Jahren lagern etwa sechshundert Kulturgüter aus Tansania in Stade. Warum blieben sie so lange unbeachtet? Und wie kamen sie nach Stade?
Mit der Ausstellung AMANI kukita|kung’oa* präsentieren die Museen Stade erstmals Ergebnisse, Prozesse und Reflexionen eines ... mehr anzeigen dreijährigen Forschungsprojekts, das in Zusammenarbeit mit dem tansanischen National Institute for Medical Research (NIMR) durchgeführt wurde. Das Projekt untersuchte die tansanischen Kulturgüter, die sich der Botaniker Karl Braun (1870–1935) während seiner Tätigkeit für das Kaiserlich Biologisch-Landwirtschaftliche Institut Amani in der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Ostafrika“ aneignete. Ab 1921 leitete Karl Braun die Zweigstelle Stade der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft. Kurz vor seinem Tod übergab er seine Sammlung der Stadt Stade.
Werkzeuge, Instrumente, Textilien sowie Fotografien, Karten und Dokumente erzählen Geschichten von kolonialer Besetzung, der Ausbeutung menschlicher und pflanzlicher Ressourcen sowie der Aneignung kulturellen Erbes.
Mit der Ausstellung AMANI kukita | kung'oa soll dem deutsch-tansanischen Forschungsteam eine Plattform geboten werden, um die Forschungspraxis vorzustellen und kritisch zu reflektieren.
Künstlerische Arbeiten von Valerie Asiimwe Amani, Rehema Chachage und Yvette Kießling eröffnen neue Perspektiven auf die Verflechtungen der deutschen Kolonialgeschichte, kulturelle Aneignung und Forschung. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.02.2025) weniger anzeigen
Mit der Ausstellung AMANI kukita|kung’oa* präsentieren die Museen Stade erstmals Ergebnisse, Prozesse und Reflexionen eines ... mehr anzeigen dreijährigen Forschungsprojekts, das in Zusammenarbeit mit dem tansanischen National Institute for Medical Research (NIMR) durchgeführt wurde. Das Projekt untersuchte die tansanischen Kulturgüter, die sich der Botaniker Karl Braun (1870–1935) während seiner Tätigkeit für das Kaiserlich Biologisch-Landwirtschaftliche Institut Amani in der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Ostafrika“ aneignete. Ab 1921 leitete Karl Braun die Zweigstelle Stade der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft. Kurz vor seinem Tod übergab er seine Sammlung der Stadt Stade.
Werkzeuge, Instrumente, Textilien sowie Fotografien, Karten und Dokumente erzählen Geschichten von kolonialer Besetzung, der Ausbeutung menschlicher und pflanzlicher Ressourcen sowie der Aneignung kulturellen Erbes.
Mit der Ausstellung AMANI kukita | kung'oa soll dem deutsch-tansanischen Forschungsteam eine Plattform geboten werden, um die Forschungspraxis vorzustellen und kritisch zu reflektieren.
Künstlerische Arbeiten von Valerie Asiimwe Amani, Rehema Chachage und Yvette Kießling eröffnen neue Perspektiven auf die Verflechtungen der deutschen Kolonialgeschichte, kulturelle Aneignung und Forschung. (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 18.02.2025) weniger anzeigen
Koloniale Kontexte
Der Kolonialismus in den Dingen
Deutschland, München, Museum Fünf Kontinente
Beginn:
8. November 2024
Ende:
18. Mai 2025
»Wann ist ein Kunstwerk kolonial?« Dieser und weiterer Fragen widmet sich die Sonderausstellung Der Kolonialismus in den Dingen. Sie zeigt einzigartige historische Zeugnisse, wie Skulpturen, Malereien, Bronzegüsse oder Lackarbeiten, die in der Kolonialzeit nach München gebracht wurden und
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heute vielfach als Meisterwerke gelten. Sie dokumentiert, wie diese Dinge in europäisch beherrschten Kolonialgebieten in Kamerun, Tansania, Nigeria, Namibia, Indien, Pakistan, China, Neuguinea, den Philippinen und Samoa geraubt, gekauft, getauscht oder als Geschenke angenommen wurden. Dabei legt die Ausstellung die Gewalt, den Rassismus sowie den Versuch, die Kulturen der Kolonisierten zu verdrängen, frei. Denn all das ging mit kolonialer Aneignung einher. (Quelle: Webseite zur Ausstellung. letzter Zugriff 18.02.2025)
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Koloniale Kontexte
kolonial. Globale Verflechtungen der Schweiz
Schweiz, Zürich
Beginn:
13. September 2024
Ende:
19. Januar 2025
"[...] Basierend auf neusten Forschungsresultaten, anhand von konkreten Beispielen und illustriert mit Objekten, Kunstwerken, Fotografien und Dokumenten bietet die Ausstellung im Landesmuseum Zürich erstmals einen umfassenden Überblick über die koloniale Verflechtungsgeschichte der
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Schweiz. Mit Aktualitätsbezügen geht sie ausserdem der Frage nach, was das koloniale Erbe für die Schweiz der Gegenwart bedeutet." (Quelle: Webseite zur Ausstellung, letzter Zugriff 16.09.2024)
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