Prüfung und Erforschung der Provenienz des Gemäldes Wilhelm Trübners „Eingangstor im Stift Neuburg im Neckartal“ (1913) aus dem Kunstmuseum Gelsenkirchen im Zusammenhang mit einem Restitutionsersuchen der Erben nach Max Julius Braunthal
Das Gemälde „Eingangstor im Stift Neuburg im Neckartal von Wilhelm Trübner aus dem Jahr 1913 wurde 1956 von dem damaligen Museumsdirektor Dr. Bernd Lasch bei dem Berliner Kunsthändler Carl Nicolai für die Sammlung des damaligen Städtischen Museums (heute Kunstmuseum Gelsenkirchen) erworben.
Im Juni 2022 erhielt das Kunstmuseum Gelsenkirchen ein Restitutionsersuchen auf Rückgabe des Gemäldes an die rechtmäßigen Erben nach Maximilian (Max) Julius Braunthal (18781946). Aus diesem Anlass soll geprüft werden, ob es sich bei dem im Kunstmuseum Gelsenkirchen befindlichen Gemälde um das Kunstwerk aus der ehemaligen Sammlung Braunthal handelt, welches NS-verfolgungsbedingt von Max Braunthal veräußert werden musste.
Neben einer Prüfung der Werkidentität ist es Ziel des kurzfristigen Forschungsprojektes, die Provenienz von Wilhelm Trübners „Eingangstor im Stift Neuburg im Neckartal vor dem Erwerb 1956 durch das Kunstmuseum Gelsenkirchen über den Kunsthändler Carl Nicolai zu rekonstruieren. Die Erforschung der Provenienz des Gemäldes soll demnach unter besonderer Berücksichtigung der Verlust- beziehungsweise Verkaufsumstände der Kunstwerke aus der Sammlung Braunthal durchgeführt werden.
© Kunstmuseum Gelsenkirchen